Vor Hoffenheim: Drei Fragen an Thomas Schaaf

644 Spiele war Thomas Schaaf Trainer von Werders erster Fußballmannschaft. Dann kamen drei andere und jetzt ist es Florian Kohfeldt. Im Interview erzählt er, was er von seinem Nachnachnachnachfolger hält und wie er die Chancen im Heimspiel gegen Hoffenheim am Samstag einschätzt.

Thomas Schaaf
Im Sportblitz-Interview sagt Thomas Schaaf, dass es für Werder Bremen im Moment nur darauf ankomme, möglichst viele Punkte zu holen.
Was erwarten Sie für das Spiel gegen Hoffenheim?
Es ist natürlich eine große Preisfrage, wie man nach so einer Pause wieder in den Rhythmus kommt und wie schnell man wieder in sein Spiel findet. Wenn man diesen Wettkampf einige Zeit nicht hatte, versucht man zu deuten, wie die Vorbereitung war. Aber das ist letztendlich uninteressant. Wir haben es oft genug erlebt, dass wir eine super Wintervorbereitung gemacht haben und dann gestartet sind, und es war furchtbar, es war schrecklich. Und umgekehrt genauso!
Es wird spannend sein, wie beide Mannschaften aus den Startlöchern kommen. Für Werder ist es eine Situation, dass man natürlich punkten muss. Das Entscheidende wird sein, Punkte zu sammeln, um sich aus dieser Situation da unten zu befreien.
Was heißt das denn? Sind Sie optimistisch oder pessimistisch?
Wenn man die Tabelle nimmt: Die eine Mannschaft ist ja oben, hat international gespielt, steht auch für eine höhere Qualität als Werder Bremen im Moment. Auf der anderen Seite hat man eben auch gesehen, dass Werder zum Jahresende gut in der Spur war, glaube ich, und hat auch Erfolge einfahren können. So eine erste Partie ist immer ein Fragezeichen. Ich würde sagen, dass es offen ist.
Wie schlägt sich denn Florian Kohfeldt, Werders neuer Trainer?
Ich glaube, dass er das erreicht hat, wovon alle geträumt haben: erstmal Punkte einzufahren, Ergebnisse zu liefern. Noch mal: Zu punkten ist das Wichtigste. Was man sonst vielleicht im Kopf hat, wie man mit seiner Mannschaft spielen will, das muss man im Moment alles relativieren. Und dafür macht er das sehr, sehr gut. Seine Qualitäten muss man bewerten, wenn so eine Saison gelaufen ist. Dann kann man sagen, was hat er bewirkt, wie hat die Mannschaft sich entwickelt. Ich glaube, dass er auf dem besten Weg ist, und er gibt ein absolut gutes Bild ab.

Das Interview führte Jenny Stadelmann.

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 12. Januar 2016, 18:06 Uhr