SV Wilhelmshaven scheitert vor dem Oberlandesgericht Bremen

Der SV Wilhelmshaven wird zunächst nicht wieder in die Regionalliga eingegliedert. Eine entsprechende Klage wurde vom Oberlandesgericht Bremen abgewiesen.

Justitia vor Bremer Landgericht mit dem Logo vom SV Wilhelmshaven
Der Rechtsstreit zwischen dem SV Wilhelmshaven und Fußballverbänden dauert schon mehr als fünf Jahre und bezieht sich auf ein Ereignis aus dem Jahr 2008.

Der SV Wilhemshaven befindet sich seit Jahren im Rechtsstreit mit dem Norddeutschen Fußballverband (NFV). Ausgangspunkt war die Weigerung des Clubs eine Ausbildungsentschädigung für den früheren Argentinischen Spieler Sergio Sagarzazu an zwei vorherige Vereine des Südamerikaners zu zahlen.

Strafen bei Nichteinhaltung derlei Geldtransfers sehen die Bestimmungen des Weltverbandes FIFA und auch des Deutschen Fußball Verbandes (DFB) vor – nicht aber des NFV. Dieser hat jedoch den Zwangsabstieg 2012 angeordnet und zur Spielzeit 2014/15 vollzogen.

Im Jahr 2016 entschied der Bundesgerichtshof (BGH), dass der Zwangsabstieg rechtswidrig gewesen sei, da der SVW nicht der FIFA oder dem DFB angehöre, sondern dem NFV.

Nach Niederlage: Verein kann Bundesgerichtshof anrufen

Eine im Zuge dieses Urteils angestrebte Wiedereingliederung in die Regionalliga zur Spielzeit 2019/2020 wurde aber jetzt vom Oberlandesgericht Bremen abgelehnt. "Die Teilnahme an der kommenden Spielzeit ist nicht mit der entgangenen Teilnahme 2014/15 identisch", heißt es in dem Urteil. "Es könne nicht unterstellt werden, dass der klagende Verein heute überhaupt noch in de Regionalliga spielen würde", heißt es weiter. Einen möglichen finanziellen Schadensersatz hat Wilhelmshaven nicht beantragt.

Der Verein kann jetzt beim Bundesgerichtshof Revision einlegen. Dass er das tun wird, ist sehr wahrscheinlich. Die Vertreter des Clubs haben immer betont, dass sie bis zur letzten Instanz gehen werden.

Rückschlag für den SV Wilhelmshaven vor Gericht

Der Rücken eines Spielers des SV Wilhelmshaven

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen um sechs, 30. November 2018, 18:00