Carpendale drückt ab: Sixdays gestartet

Seit 21:22 Uhr geht es rund in der Halle: Schlagersänger Howard Carpendale und DJ Nico Wendel haben die 24 Fahrer auf die Reise geschickt. Wir wissen, was sonst noch wichtig war.

Howard Carpendale und Nico Wendel schießen die Sixdays Bremen an.
Howard Carpendale und Nico Wendel schießen die Sixdays Bremen an, flankiert von den Geschäftsführer Hans-Peter Schneider (links) und Felix Wiegand (rechts). Bild: Soller Fotografie | Oliver Soller

Carpendales Erinnerungen ans Radfahren sind nicht sonderlich gut: "Das letzte Mal, als ich auf einem Rad gesessen habe, habe ich mir beide Arme gebrochen", erzählt er bei der Pressekonferenz am frühen Abend. Das ist aber auch schon einige Jahre her. "2007 vielleicht", rät Carpendale. 2004 sagt das Pressearchiv im Internet. Auf jeden Fall lang her. "Ich habe mit meinem Sohn ein Wettrennen gemacht und wir wurden von einer Brücke runter sehr schnell", erzählt Carpendale. Und dann kam da eben dieser Kantstein an der Seite und er flog über den Lenker.

Dabei ist Carpendale ein echter Sportfan. Er selbst wollte Profi-Cricketspieler werden, doch das klappte nicht. "Bin ich eben Sänger geworden." Noch heute spielt er leidenschaftlich Golf und wäre in seinem nächsten Leben gerne "Profi-Golfer." Bei einem Sechs-Tage-Rennen war der gebürtige Südafrikaner aber noch nie. "Ich weiß nicht, worum es geht, aber es sieht super aus", schwärmte er am späten Abend auf der Bühne.

Doch Carpendale hat nur wenige Tage vor seinem 73. Geburtstag nicht allein auf den Abzug gedrückt. Ihm zur Seite hatten die Veranstalter das junge DJ-Duo "Gestört aber Geil" aus Berlin gestellt, damit auch das junge Publikum in der Bremer Halle bedient wird. Radsportaffinität konnte man Nico Wendel, der an den Abzug durfte, aber nicht attestieren. Er besann sich auf das, was das Duo ausmacht. Partystimmung immer nach dem Motto "Ohne Konfetti gehen wir nie aus dem Haus."

Weltmeister dominiert Große Jagd

Theo Reinhardt und Marc Hester gewinnen die Große Jagd
Theo Reinhardt (rechts) und sein neuer Partner Marc Hester gewannen die erste Jagd. Bild: Soller Fotografie | Oliver Soller

Nach dem Startschuss gab es zwar kein Konfetti, dafür ein sportliches Feuerwerk. In der Großen Jagd ging es gleich groß zur Sache. Sechs Teams dominierten das wichtigste Rennen des Abends – aber Madison-Weltmeister und Titelverteidiger Theo Reinhardt konnte sich mit seinem neuen Partner Marc Hester als einziges Team am Ende absetzen. Die Mannschaft in Schwarz gewann mit einer Runde Vorsprung – und das obwohl die beiden noch nie zusammen gefahren waren. "Wir wollten einfach gut starten und haben super harmoniert", freute sich Reinhardt hinterher.

Sturz nach wenigen Runden

Nicht so gut erging es dem schnellen Dänen Jesper Mörkov, der mit seinem Partner Christian Grasmann ebenfalls ums Podium mitfährt. Nach nur wenigen Runden stürzte er im Ausgang der Kurve – und biss sich unter Schmerzen durch. Immerhin: Direkt nach der Jagd stand Howard Carpendale für eine halbe Stunde auf der Bühne. Ganz nach dem Motto: "Hello again." Das hieß: Pause für die Fahrer und Zeit für medizinische Pflege. Das Rennen ist ja noch lang. Fünf Nächte kommen noch.

Der Sixdays-Countdown läuft

Die Bremer Stadthalle wird gerade auf die bremer six days vorbereitet.
  • Maike Albrecht

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Sechs-Tage-Radio, 10. Januar 2019, 20-24 Uhr