Die 5 lukrativsten Werder-Transfers

Der Rekord-Transfer von Milot Rashica wird immer wahrscheinlicher. Am Dienstagabend traf sich der Stürmer mit seinem Berater. Rashica könnte Werders teuerster Abgang werden.

Milot Rashica geht am Weser-Stadion lang.
Milot Rashica hat für Werder 23 Tore in 61 Pflichtspielen erzielt. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

Noch hat Milot Rashica bei Werder Bremen einen Vertrag bis 2022. Doch durch eine Ausstiegsklausel könnte der Kosovare die Grün-Weißen bereits im Sommer verlassen. Angeblich kann der Stürmer die Bremer für eine festgeschriebene Ablösesumme von 38 Millionen Euro ins Ausland verlassen. Rashica wäre damit der teuerste Transfer in der Vereinsgeschichte.

Milot Rashica legt seinen Arm um Altin Lala.
Milot Rashica (rechts) traf sich am Mittwochabend mit seinem Berater Altin Lala. Bild: Milot Rashica/ Instagram

Interessenten scheint es genug zu geben. So hat zuletzt die "Bild-Zeitung" über ein Interesse des FC Liverpool berichtet. Trainer Jürgen Klopp soll Rashica schon mehrfach beobachtet haben lassen. Auch der FC Southampton und der AS Rom sollen ihr Interesse schon hinterlegt haben. Aus der Bundesliga werden Borussia Dortmund und RB Leipzig als mögliche Kandidaten gehandelt.

Ein Verkauf von Rashica scheint für Werder unumgänglich zu sein. Der Verein benötigt dringend Geld für noch fällige Transferzahlungen. Für Ömer Toprak und Leonardo Bittencourt müssen die Bremer im Sommer noch rund 13 Millionen Euro aufbringen.

Die 5 lukrativsten Werder-Transfers:

1 Diego, 27 Millionen Euro

Diego lässt sich feiern - die Kameras sind auf den Brasilianer gerichtet.
Zum Abschluss gewann Diego mit Werder den DFB-Pokal. Bild: Imago | Hübner

Nach wochenlangem Poker wechselte 2009 der Brasilianer Diego für ein Gesamtvolumen von 27 Millionen Euro von Werder Bremen zu Juventus Turin. Der Brasilianer verzauberte mit seinen Kunststückchen die Liga, erzielte für Werder in 83 Bundesligaspiele 36 Tore und stieg im Wert fast um das Fünffache. Für sechs Millionen Euro hatten die Bremer Diego 2006 vom FC Porto geholt.

2 Thomas Delaney, 20 Millionen Euro

Thomas Delaney mit dem Ball am Fuß.
Mittelfeld-Boss Thomas Delaney hat in 45 Bundesliga-Spielen sieben Tore für die Bremer erzielt. Bild: Imago | Revierfoto

Nur anderthalb Jahre hat Thomas Delaney für Werder Bremen gespielt, doch die Verpflichtung des Mittelfeldspielers hat sich ebenfalls gelohnt. 2018 wechselte Delaney für 20 Millionen Euro zu Borussia Dortmund. Die Bremer hatten für den Dänen 3,5 Millionen Euro an den FC Kopenhagen gezahlt.

3 Mesut Özil, 18 Millionen Euro

Diego mit dem Ball am Fuß.
Özil hat für Werder in drei Jahren 30 Tore vorbereitet und 13 selbst erzielt. Bild: Imago | pmk

Der Stern von Mesut Özil ging bei der Fußball-Weltmeisterschaft 2010 auf. Dort gehörte der Spielmacher zu den besten zehn Spielern des Turniers. Danach war er nicht mehr zu halten. Einen Tag vor dem Champions-League-Spiel gegen Sampdoria Genua ließen die Bremer Özil im August 2010 für 18 Millionen Euro zu Real Madrid ziehen. Der deutsche Nationalspieler war für 5 Millionen Euro vom FC Schalke 04 zu Werder Bremen gekommen und hatte sich erst an Diegos Seite, dann ohne ihn zum kreativen Kopf des Bremer Spiels entwickelt.

4 Miroslav Klose, 15 Millionen Euro

Klose zeigt mit dem Finger nach vorn.
Miroslav Klose war nicht nur für Werder erfolgreich, sondern er ist mit 71 Treffern auch der erfolgreichste Torschütze der deutschen Fußball-Nationalmannschaft. Bild: Imago | Team 2

53 Tore hat Miroslav Klose für Werder Bremen erzielt. In der Saison 2005/2005 wurde er mit 25 Toren in 26 Spielen Torschützenkönig der Fußball-Bundesliga. Das weckte Begehrlichkeiten, vor allem beim Rekordmeister. 2007 verpflichtete der FC Bayern München den Nationalstürmer für 15 Millionen. Klose war für 5 Millionen Euro von Kaiserslautern an die Weser gewechselt.

5 Jannik Vestergaard, 12,5 Millionen Euro

Vestergaard streckt die Hände von sich.
Der dänische Innenverteidiger Vestergaard hat von Januar 2015 bis Sommer 2016 in Bremen gespielt. Bild: Imago | Sven Simon

Für Werder war der Vestergaard-Transfer 2016 in jedem Fall ein lukratives Geschäft. Zwar verloren die Grün-Weißen mit dem 1,98-Meter-Hünen ihren Abwehrchef, dafür füllt sich die Bremer Kasse aber mit einem Vielfachen von dem, was Werder im Januar 2015 für den Dänen an 1899 Hoffenheim überwiesen hatte (2,5 Mio. Euro). Vestergaard wechselte zu Borussia Mönchengladbach.

Autor

  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Rundschau, 19. Februar 2020, 8 Uhr