Das flenst: Werder zeigt Weiche die Grenzen auf

Die Klatsche gegen Leverkusen hat Werder offenbar überwunden. Gegen Regionalligist Weiche Flensburg gelang im DFB-Pokal am Mittwochabend ein souveräner 5:1-Sieg.

Werder Bremen Trainer Florian Kohfeldt im Interview.

Werder Bremen hat seine Pflicht im DFB-Pokal erfüllt. Der Bundesligist setzte sich am Mittwochabend in Lübeck gegen den Regionalligisten SC Weiche Flensburg am Ende souverän mit 5:1 (3:1) durch. Die Bremer hatten nur in der ersten Halbzeit phasenweise Probleme gegen den Viertligisten. Aber insgesamt reichte eine durchschnittliche Leistung, um sicher das Achtelfinale zu erreichen.

Kainz springt jubelnd in die Luft nach seinem Treffer gegen Flensburg.
Das war spitze: Florian Kainz hebt vor Freude über seinen Treffer zum 2:1 kurzzeitig ab. Bild: DPA | Daniel Reinhardt

"Das war eine souveräne Vorstellung gegen einen sehr, sehr gut organisierten Gegner", stellte Werders Cheftrainer Florian Kohfeldt zufrieden fest. Drei Tage nach dem 2:6-Dämpfer in der Bundesliga gegen Bayer Leverkusen zeigte sein Team die erhoffte Reaktion. "Wir waren heute alle zusammen sehr fokussiert und haben deshalb auch verdient gewonnen", sagte Florian Kainz, der das wichtige 2:1 (38.) mit einem 20-Meter-Schuss erzielt hatte. "Für mich persönlich war es sehr wichtig, mal wieder getroffen zu haben."

Angeschlagener Kruse nur auf der Bank

Außer Kainz trafen Sturm-Oldie Claudio Pizarro (8.), Davy Klaassen (44.) per Foulelfmeter und der eingewechselte Martin Harnik (76./81.) mit einem Doppelschlag für den Favoriten. Weiches Ilidio Pastor Santos (27.) gelang per Freistoß der zwischenzeitliche Ausgleich. Vor 8.637 Zuschauern im ausverkauften Stadion Lohmühle in Lübeck, wohin die Flensburger aus Mangel an einer passende Flutlichtanlage in der heimischen Arena ausweichen mussten, dominierten die Bremer erwartungsgemäß von Beginn an.

Kohlfeldt hatte drei Tage nach dem verkorksten Leverkusen-Spiel drei Wechsel vorgenommen. Unter anderen ließ er den angeschlagenen Kapitän Max Kruse auf der Bank und brachte den 40-jährigen Pizarro, der sein 55. DFB-Pokalspiel bestritt – so viele wie noch kein anderer ausländischer Profi. Die Flensburger verteidigten zunächst zumeist mit elf Mann in der eigenen Hälfte. Die Bremer warteten ab und wurden immer dann gefährlich, wenn sie das Tempo anzogen.

Flensburg wacker, aber chancenlos

Mit der ersten gelungenen Aktion gingen sie dann in Führung. Der Außenseiter aus dem hohen Norden wurde nach etwa 20 Minuten mutiger und brachte den Gegner kurzzeitig in Verlegenheit. Nach dem Wechsel blieb der Bundesliga-Vierte überlegen und schossen einen standesgemäßen Sieg heraus. Trotz der deutlichen Niederlage hielten sich die Flensburger, die an gleicher Stätte fünf Tage zuvor noch gegen den VfB Lübeck ihr Punktspiel verloren hatten, wacker. "Der Unterschied war zu groß", musste Weiches Trainer Daniel Jurgeleit erkennen.

Der Gegner stand natürlich sehr tief, war aggressiv und kommt deshalb auch zum Ausgleich. Wir haben aber die passende Antwort gefunden. In Lübeck zu spielen war dazu auch noch ein Vorteil. Es war wie ein Heimspiel für uns.

Doppeltorschütze Martin Harnik

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5:1 gegen Flensburg: Alle Tore von Werders Pokalspiel

Die Werder-Spieler stehen aufgereiht vor dem Gästeblock der Werder-Fans in Lübeck und applaudieren ihnen.
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Sondersendung DFB-Pokal, 31. Oktober 2018, 18 Uhr