Pop-up-Café für Pinguins-Fans: Am Kaffeetisch mit den Eishockey-Stars

In Bremerhaven können Eishockey-Fans ihren Idolen jetzt ganz nah sein. Möglich wird das im neuen Pinguins-Café mitten in der Stadt.

Auf einem Schaufenster steht "Pinguins Café" und "Springflut", davor steht ein Ligestuhl, seitlich stehen zwei Maskottchen.
Das Pop-up-Café liegt eröffnet für zwei Wochen direkt gegenüber des Bremerhavener Bahnhofs. Das Springflut- und das Pinguins-Maskottchen kamen zur Eröffnung zu Besuch.

Die Seestadt mit neuen Ideen fluten, dazu soll seit 2016 die Kampagne "Springflut" der städtischen Wohnungsgesellschaft Stäwog beitragen. Pop-up-Geschäfte gegen leerstehende Läden, Raum für Zwischennutzer, Initiativen und Events – allein 2019 nahmen bereits AWO, Jobcenter, Parteien, Künstler, Yoga-Lehrer und zahlreiche Einzelhändler teil. Nun wird es sportlich. Stäwog und Fischtown Pinguins, die bereits über einen Sponsoringvertrag verbunden sind, eröffnen direkt gegenüber vom Bahnhof, in einer ehemaligen Goldschmiede in der Friedrich-Ebert-Straße 56 ein temporäres Café samt Fanshop für Eishockey-Enthusiasten. Geöffnet ist der Laden vom 14. bis 30. Oktober fast täglich zwischen 14 und 18 Uhr. Team-Manager Alfred Prey verrät, was hinter der Idee steckt.

Ein Mann mit Brille und Bart steht vor einer Wand an der Trikots und Bilder aufgehängt sind.
Pinguins-Teammanager Alfred Prey freut sich darauf im Pop-up-Café mit den Fans ins Gespräch zu kommen.
Wie ist Idee zum Pinguins-Café entstanden?
Die Idee kam bei einem Kooperationsgespräch mit der Stäwog zustande. Dort haben wir uns die Aktion "Springflut" erklären lassen. Dann haben wir sporadisch gesagt, wenn wir mal so ein Ladenlokal mieten könnten, wäre das für uns eine optimale Geschichte. Die Stäwog hat das gerne aufgenommen und uns ein Angebot gemacht. Jetzt haben wir das Glück, dass wir vom 14. Bis 30. Oktober dieses temporäre Pinguins-Café betreiben dürfen.
Was bedeuten Ihnen der Kontakt mit den Fans?
Jeder Fan sollte die Chance nutzen, sich dort einmal hautnah mit den handelnden Personen auszutauschen. Wir sind einfach Kommunikationsfanatiker und finden das persönliche Gespräch unglaublich wichtig. Wenn man sich die heutige Gesellschaft anguckt, werden viele Dinge im Internet kommuniziert, in der Anonymität verhandelt und irgendwo diskutiert. Wir bieten an, dass 14 Tage jeder kommen und uns alles fragen kann. Wir versuchen alles so ehrlich wie möglich zu beantworten.
In einem Raum steht eine nostalgische Wohnzimmer-Einrichtung, an den Wänden hängen Trikots.
Im hinteren Raum des Pinguins-Cafés lädt ein Wohnzimmer Fans und Spieler ein, sich gemütlich auszutauschen.
Worauf können sich Besucher einstellen, was erwartet sie im Café?
Wenn man in dieses Ladenlokal reingeht gibt es da zwei Sitzecken und eine Café-Bar. Dort gibt es Brownies und Cookies, wirkliche Leckereien. Und dann kann man bewaffnet mit seiner Kaffeetasse und einem Stück American Cheesecake in den hinteren Bereich gehen. Dort gibt es einen Raum, der ist wie ein Wohnzimmer im Stile der 1960er Jahre eingerichtet. Da sind immer zwei Spieler, Trainer oder andere Leute, die dem Eishockey nahestehen. Man kann da alles erfragen, was einen wirklich interessiert – off-the-Record den Fischtown Pinguins die Meinung geigen und auf den Zahn fühlen. Es gibt natürlich gewisse Dinge, die man in der Öffentlichkeit nicht total breittreten kann, wie persönliche Belange von Spielern. Aber ansonsten glaube ich, dass wir sowieso sehr transparent sind. Wir haben eigentlich vor keiner Frage Angst, im Gegenteil, wir freuen uns über jede Frage.
In einem Raum sitzen die beiden Spieler Maxime Fortunus und Tom Horschel auf einem Sofa, um sie herum sitzen Fans.
Die beiden Pinguins-Spieler Maxime Fortunus und Tom Horschel (3. u. 4. v. l.) trafen bei der Eröffnung des Pop-up-Cafés beim Wohnzimmergespräch auf Fans.
Warum nur zwei Wochen, wäre das nicht auch auf Dauer ein Modell?
Eine dauerhafte Einrichtung können wir von der Größe unserer kleinen Organisation her nicht leisten. Wir glauben, dass ein temporäres Café gerade in Zeiten des vermeintlichen Erfolges einfach umso wichtiger ist, weil man immer wieder noch näher mit den Fans kommunizieren muss. Unser größtes Gut sind einfach unsere Fans. Man muss täglich die Nähe zur Basis zeigen und auch wirklich ehrlich leben. Wenn man es schafft, dass man diese Beziehung am Leben erhält, dann verzeihen einem die Fans vielleicht auch mal den einen oder anderen schlechteren Tag. Wenn ein anderer Betreiber käme und ein dauerhaftes Pinguins-Café anbieten würde, wäre das etwas, was sich auch die Stäwog wünscht. Denn mit dieser Aktion "Springflut", die ich übrigens super finde, wird dem Leerstand in der Stadt entgegenarbeitet. Und wenn sich jemand finden würde, der ein Puinguins-Café betreibt, dann würden wir das mit allen Mitteln, die uns zur Verfügung stehen, unterstützen.

Hier können Sie mit den Fischtown Pinguins einen Kaffee trinken

Das Pinguins Cafe in Bremerhaven mit dem Maskottchen der Eishockey-Mannschaft davor.

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Autor

  • Joschka Schmitt

Dieses Thema im Programm: Vier Beginnt, Bremen Vier, 14. Oktober 2019, 8:40 Uhr