Pia-Sophie Wolter: "Die ersten Wochen habe ich gelitten"

Pia Sophie Wolter hat den Sprung gewagt. Von Werder Bremen ist sie zum Deutschen Meister und Pokalsieger VfL Wolfsburg gewechselt. Nun trifft sie auf ihren Ex-Klub.

Pia Wolter lächelt auf der Tribüne.

Mit Werder Bremen hat Pia-Sophie Wolter gegen den Abstieg gespielt, jetzt kämpft sie mit dem VfL Wolfsburg um Titel. Der Unterschied könnte kaum größer sein, und die Umstellung, als sie im letzten Sommer wechselte, fiel der Bremerin nicht leicht. "Die ersten zwei Wochen der Vorbereitung habe ich ganz schön gelitten, weil es sehr intensiv und anstrengend war", erinnert sie sich schmunzelnd.

Die Mittelfeldspielerin hat schon elf Spiele gemacht

Zehn Tage Sommer-Trainingslager in Österreich, zwölf Tage Rückrunden-Vorbereitung in Portugal. Das kannte Pia-Sophie Wolter aus Bremen nicht. In Wolfsburg laufe alles viel professioneller ab, so die 21-Jährige. "Das Training ist viel schneller, viel intensiver. Mein Vater (Ex-Werder-Profi Thomas Wolter, die Red.) hat immer gesagt: Es ist, als ob man jeden Tag ein Spiel hätte. Das trifft es ganz gut."

Ich finde es sehr beeindruckend, wie sich Pia-Sophie Wolter bei uns entwickelt hat.

Stephan Lerch, Trainer VfL Wolfsburg

Mittlerweile sind die harten Trainingseinheiten Normalität für die Youngsterin. Nach den Anfangsschwierigkeiten hat sie Fuß gefasst. Mittlerweile hat die Jugend-Nationalspielerin elf Spiele gemacht, einen Treffer erzielt und zwei Tore vorbereitet. Das war mehr als sie selbst erwartet hat.

"Gerechnet habe ich damit nicht, denn ich wollte langsam reinkommen. Klar habe ich auch davon profitiert, dass die ein oder andere Spielerin krank war oder geschont wurde, aber ich glaube auch, dass ich mich im Training gut entwickelt habe. Es zeigt mir, dass es der richtige Schritt war, hierher zu kommen."

Wolter verfolgt jedes Spiel der Bremerinnen

Am kommenden Sonntag ist Werder Bremen zu Gast in Wolfsburg. Pia-Sophie Wolter verfolgt weiterhin jedes Spiel ihres Ex-Klubs. Besonders hat sie sich über den letzten Sieg der Bremerinnen gegen Duisburg gefreut. "Eine Begegnung gegen Werder wird immer etwas Besonderes bleiben, weil es mein Herzensverein ist, weil ich da groß geworden bin und mein Papa die Verbindung zu Werder Bremen hat. Es wird für mich nie alltäglich sein, gegen Werder Bremen zu spielen."

  • Claus Wilkens

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 20. Februar 2019, 18:06 Uhr