Alexander Nouri in Ingolstadt als Trainer entlassen

Acht Spiele, kein Sieg: Werders ehemaliger Chefcoach Alexander Nouri muss beim FC Ingolstadt nach nur rund zwei Monaten seinen Hut nehmen. Das gab der Verein am Montagabend bekannt.

Alexander Nouri beim FC Ingolstadt
Am Sonntag stand Nouri noch für den FC Ingolstadt an der Seitenlinie beim 0:2 gegen Dresden. Montagabend wurde der ehemalige Werder-Trainer entlassen. Bild: imago | DeFodi

Der Tabellenletzte der 2. Fußball-Bundesliga hat auf die andauernde sportliche Krise mit der schon zweiten Trainerentlassung der Saison reagiert. Die Oberbayern trennten sich einen Tag nach dem 0:2 bei Dynamo Dresden von Alexander Nouri. Das gab der ehemalige Bundesligist am Montagabend als Ergebnis "interner Gespräche und der sportlichen Analyse in Abstimmung mit den zuständigen Gremien" bekannt. Der Verein reagiere "auf die anhaltend negative sportliche Entwicklung", wie es in einer Mitteilung hieß.

Nouris trostlose Bilanz: fünf Niederlagen und drei Unentschieden. "Alex Nouri ist es nicht gelungen, die Negativspirale zu stoppen und in der Mannschaft eine entscheidende positive Entwicklung herbeizuführen", so Harald Gärtner, Geschäftsführer Sport und Kommunikation.

Mit Nouri muss auch Co-Trainer Markus Feldhoff die Schanzer verlassen. Zunächst wird der aktuelle U19-Chefcoach Roberto Pätzold interimsweise die Mannschaft betreuen. "Wir werden in den nächsten Tagen intensiv an der Zusammenstellung eines neuen Trainergespanns arbeiten", sagte Gärtner.

Acht Punkte in 14 Partien

Der 39-jährige Nouri hatte Ingolstadt am 24. September auf Tabellenplatz 15 als Nachfolger von Stefan Leitl übernommen und einen Vertrag bis 2020 unterschrieben. Einen Dreier schaffte der im Herbst 2017 bei Werder Bremen entlassene Hoffnungsträger aber nicht. Vielmehr stürzten die Schanzer ans Tabellenende und haben nach 14 Begegnungen lediglich acht Punkte auf ihrem Konto. Das rettende Ufer ist allerdings nicht weit entfernt, der Rückstand auf Relegationsplatz 16 beträgt nur zwei Zähler.

Am Sonntag hatte es ein 0:2 bei Dynamo Dresden gegeben – dennoch war Nouri noch hoffnungsvoll. "Die Mannschaft lebt und glaubt an sich. Wir werden den Weg weitergehen", hatte er nach der Niederlage gesagt. Nur einen Tag später war dies nur noch Makulatur.

Mehr zum Thema:

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 26. November 2018, 22 Uhr