Darum war das Nordderby doch kein Hochrisikospiel

Sportblitz vom 22. September

Video vom 22. September 2021
Der Mannschaftsbus des Hamburger SV fährt mit einer Polizei-Eskorte vor dem Weserstadion vor.
Bild: Imago | Eibner
Bild: Imago | Eibner

Gegen den HSV hatte Werder verloren, im Nachgang sind die Bremer dennoch Gewinner: Die Bremer Innenbehörde stufte die Partie zurück, Werder bleiben hohe Kosten erspart.

Das Nordderby hat Werder Bremen auf dem Rasen gegen den Hamburgern SV zwar mit 0:2 verloren, im Nachgang sind die Grün-Weißen aber dennoch Gewinner. Denn wie Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) am Mittwoch mitteilte, wurde die Einstufung der Partie als Hochrisikospiel am vergangenen Samstag noch zurückgenommen.

Damit spart Werder geschätzte 200.000 bis 400.000 Euro. Denn jene Mehrkosten des Polizeieinsatzes, die Mäurer der Deutschen Fußball-Liga in Rechnung gestellt hätte, wären von der DFL direkt an die Bremer weitergeleitet worden.

Es blieb ruhiger als erwartet

Die Innenbehörde und die Bremer Polizei hatten wie in der Vergangenheit Krawalle und Ausschreitungen zwischen Werder- und HSV-Fans erwartet und zudem mit 150 sogenannten Problemfans gerechnet. Doch es blieb im Vorfeld des Abendspiels deutlich ruhiger als erwartet.

Die Partie wurde im Laufe des Samstags aufgrund der geringeren Gefahrenlage von einem "Rotspiel" zu einem "Gelbspiel" abgestuft und somit konnten etwa 300 der zusätzlich angeforderten Polizisten vorab noch von ihrem Dienst entbunden werden. Damit fielen keine Mehrkosten für den Einsatz an.

Die zunächst als Hochrisikospiel bewertete Begegnung zwischen dem SV Werder Bremen und dem HSV wurde zu einem 'Gelbspiel' herabgestuft. Diese Entscheidung des Polizeiführers war nachvollziehbar und folgerichtig. Niemand hat Interesse an unnötigen Kosten und Überstunden für die Polizei.

Innensenator Ulrich Mäurer am Mittwoch in einer Mitteilung

Nordderby: Bremer Innenbehörde bereitet sich auf Hochrisikospiel vor

Video vom 14. September 2021
Fans und Polizei beim Werderspiel
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz
Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Autorin

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 14. September 2021, 18:06 Uhr