Kohfeldt über Wünsche und verbotene Wörter

Sympathisch locker gab sich Florian Kohlfeldt bei seinem Besuch bei Radio Bremen. Der Werder-Coach sagte sogar Sachen, die ihm sein Pressesprecher verboten hatte.

Was gesagt werden musste ...

Verschmitzt grinst der 35-Jährige bei seinem Studiobesuch seinen Pressesprecher an, dann sagt er live im Radio erst einmal das, was er schon immer einmal loswerden wollte.

Mein Pressesprecher verbietet mir immer 'Scheiße' zu sagen. Ich finde, das trifft es manchmal. Wenn die erste Frage nach einer Niederlage lautet, wie es war. 'Ja, scheiße.' Das darf ich nie sagen. Deshalb sage ich das jetzt.

Florian Kohfeldt, Trainer Werder Bremen

Endlich ist es raus, das verbotene Wort, und Kohlfeldt erzählt ähnlich locker von seiner Delmenhorster Lieblingskneipe "Der Eimer", die es leider nicht mehr gebe, und dass er gerne einmal in den Vereinigten Staaten Skifahren möchte, die Zeit das bisher aber noch nicht zugelassen habe.

Mit Blick auf die sportliche Situation bei Werder Bremen strahlt der Bremer Coach weiter, er ist zuversichtlich, obwohl Werder auf dem Relegationsplatz steht. "Die Vorbereitung war ordentlich", sagt er. Zudem habe er das Gefühl, dass die Fans ihm und der Mannschaft vertrauen und in der Stadt nicht die ganz große Alarmstimmung herrscht.

Es wird noch ein harter Weg. Wir sind in einer ganz schwierigen Situation. Aber wir schaffen hoffentlich – mit Sicherheit – den Klassenerhalt.

Florian Kohfeldt, Trainer Werder Bremen

Schon am Samstag, im Spiel gegen 1899 Hoffenheim, soll mit der Mission "Klassenerhalt" begonnen werden. Kohfeldt sagt, dass er Coach Julian Nagelsmann zwar immer alles Gute wünsche, "aber die drei Punkte bleiben hier", so die klare Kampfansage.

Wünsche an den Nordrivalen

Trotz der schweren Verletzung von Stürmer Fin Bartels, der wohl bis zum Saisonende ausfällt, wollen die Bremer aber möglicherweise auf Transfers in der Winterpause verzichten. "Wir wollen nur etwas machen, was uns sofort besser macht und uns dauerhaft verstärkt. Das ist in der Winterpause nicht so einfach. Aber wir wollen das nicht ausschließen." Klingt, als wenn die Bremer zumindest auf ein kurzfristiges Leihgeschäft verzichten wollen.

Eine kleine Spitze an den Nordrivalen aus Hamburg hat der Bremer Coach auch parat. Er wünscht dem HSV: "Dass sie am Ende der Saison mindestens einen Platz hinter uns stehen".

Wieder grinst Kohfeldt verschmitzt seinen Pressesprecher an und verabschiedet sich schließlich gut gelaunt aus den Bremer Sendestudios.

  • Daniel Haselbach

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, 11. Januar 2018, 08:05 Uhr