Kohfeldt glaubt nicht, dass er eine Ära wie Schaaf erlebt

Seit 16 Monaten ist Florian Kohfeldt Trainer bei Werder. Der 36-Jährige ist skeptisch, dass er eine ähnlich lange Zeit wie Thomas Schaaf und Otto Rehhagel prägen wird.

Florian Kohfeldt steht im Flutlicht
Florian Kohfeldt steht unter Beobachtung – nicht nur an einem Spieltag. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

"Ich glaube nicht, dass es in heutigen Zeiten noch möglich ist, so lange Zeit bei einem Bundesligisten zu arbeiten. Weil sich die Beobachtung, unter der dieser Job steht, weiter verstärkt hat", sagte der 36-Jährige im Interview mit dem Fußballmagazin 11 FREUNDE.

Die Werder-Welt von einst gibt es nicht mehr.

Florian Kohfeldt, Werder-Trainer

"Auch wir haben hier zwei Internet-Portale mit gefühlt 40 Reportern, die rund um die Uhr berichten. Dazu alle anderen großen Medien. Ich bin skeptisch, dass ich in dieser Gemengelage 14 Jahre überstehe", wird Kohfeldt zitiert, der seit Herbst 2017 Werder-Cheftrainer ist.

Skripnik hat die Schattenseiten kennengelernt

Dass die Arbeit als Bundesliga-Trainer auch seine Schattenseiten mit sich bringen kann, erklärt Kohfeldt am Beispiel seiner Zeit als Co-Trainer in Bremen unter Viktor Skripnik. "Was mit Viktor passiert ist, gerade in den letzten Monaten seiner Amtszeit, hat mich beschäftigt", sagte Kohfeldt und bezeichnete seinen Vor-Vorgänger als sehr guten Trainer und sehr starken Menschen, "aber wie er am Ende unter den ausbleibenden Ergebnissen litt, hat mich sehr nachdenklich gemacht".

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 20. Februar 2019, 23:30 Uhr