BSC Hastedt nimmt Pokal-Klatsche mit Humor

Da war absolut nichts zu holen für die Underdogs aus Bremen. Bundesligist Gladbach überrollte den Fünftligisten mit 11:1, doch die Hastedter wurden dennoch Sieger.

Ein Spieler und der Trainer des BSC Hastedt bei dem Pokalspiel gegen Borussia Mönchengladbach

Sie waren heiß vor dem Spiel ihres Lebens, aber BSC-Stürmer Iman Bi-Ria machte seine Mitspieler in der Kabine vor dem Anpfiff noch heißer. Er schwor sie ein, erinnerte sie lautstark daran, dass "wir sowieso schon Gewinner sind!" Der Bremen-Ligist des BSC-Hastedt hatte in dieser ersten Runde des DFB-Pokals absolut nichts zu verlieren.

Vielmehr hatten sie schon dadurch gewonnen, dass sie überhaupt in diesem Wettbewerb dabei waren – zum ersten Mal in der erst zehnjährigen Vereinsgeschichte. "Das ist Wahnsinn, das passiert nur einmal im Leben", freute sich auch Trainer Gökhan Deli, bevor es für seine Mannschaft rausging auf Platz 11 neben dem Weser-Stadion. Doch da nahm das Spiel sehr schnell seinen erwarteten Lauf. So ist das eben meistens, wenn ein Bundesligist auf einen Fünftligisten trifft. Borussia Mönchengladbach dominierte nach Belieben und gewann am Ende mit 11:1.

Trockener Humor via Twitter

Doch im Torrausch der "Fohlen" machten nicht nur die Fans des BSC Hastedt auf den Rängen weiter gute Stimmung, auch via Twitter bewahrte der Klub seinen Humor – und qualifizierte sich für den Titel "Sieger der Herzen".

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Gladbachs Thorgan Hazard begann den Torreigen schon nach zwei Minuten durch einen Foulelfmeter, und dann kombinierten sich die großen Favoriten standesgemäß und humorlos durch die Reihen der bemühten Hobby-Kicker aus Hastedt. Alassane Plea (8., 50. und 78. Minute), Raffael (15., 30. und 65. Minute), Florian Neuhaus (39. Minute), nochmals Hazard (42. und 84. Minute) und Jonas Hofmann (56. Minute) trugen sich in die Torschützenliste ein.

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Und jedem Tor begegneten die Hastedter zumindest verbal mit sehr trockenem Humor – und behielten trotz der Klatsche das letzte Wort. Und während sich Gladbach-Coach Dieter Hecking akribisch Notizen machte, dürfte er sich zum Jubiläum seines 50. Pokal-Spiels als Trainer wohl eine etwas bequemere Sitzgelegenheit gewünscht haben als eine harte Bierbank. Aber so ein Pokal-Ausflug in die fünfte Liga hat sicherlich etwas erdendes im komfortablen Bundesligaalltag.

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Am Ende des launigen Pokalabends gab es für die Hastedter noch einen emotionalen Moment: Nach einer Stunde wurde Bi-Ria ausgewechselt, im letzten Spiel seiner Karriere. Damit verpasste er das Highlight zum Schluss, applaudierte jedoch genauso frenetisch vom Spielfeldrand, wie alle anderen im Stadion – Diyar Kücük versenkte in der 88. Minute aus 18 Metern den Ehrentreffer unhaltbar im Gladbacher Netz. Genauso trocken wie Hastedts Twitter-Humor.

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  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 19. August 2018, 19:30 Uhr