Werders Finanzchef: "Sind auf das schlechteste Szenario vorbereitet"

Klaus Filbry begrüßt die weitere Aussetzung des Spielbetriebs. Sollte es zu einem Saisonabbruch kommen, würden die finanziellen Folgen den Verein auf Jahre belasten.

Video vom 31. März 2020
Filbry von Werder im Interview mit buten un binnen.
Bild: Radio Bremen

Die Deutsche Fußball Liga (DLF) hatte es empfohlen, die 36 Profivereine haben es auf ihrer Mitgliederversammlung am Dienstag beschlossen: Aufgrund der Corona-Krise ruht in der Bundesliga noch bis mindestens Ende April der Ball. Werders-Finanzchef Klaus Filbry sprach im Anschluss an die Krisensitzung von einer "sehr vernünftigen Entscheidung". Sie verschaffe die notwendige Zeit, um zu sehen, "ob und wie die Maßnahmen" gegen die Ausbreitung des Virus greifen würden. Trotz der Atempause gelte aber weiterhin: "Wir müssen mit den verschiedensten Szenarien planen", so Filbry.

Werder ist im Gespräch mit Banken

Eines dieser Szenarien, und zwar das denkbar schlechteste, ist der Abbruch der Saison. Dieser liegt schließlich, Verlegung des Spielbetriebs hin oder her, immer noch im Bereich des Möglichen. Die aktuell ohnehin schon wirtschaftlich großen Herausforderungen für die Vereine würden in diesem Fall noch größer werden. Werder müsste unter anderem den Zuschauern, den TV-Anstalten und den Sponsoren Teile des fest einkalkulierten Geldes zurückerstatten. Summen also, die den Etat ordentlich belasten würden. Um auf den Worst Case vorbereitet zu sein, befindet sich der Verein in Gesprächen mit Banken über mögliche Kredite. Man sei auf einem "guten Weg", so Filbry.

Nichtsdestotrotz muss man auch konstatieren: Wenn das schlechteste Szenario eintritt, wird uns das natürlich über Jahre auch begleiten.

Klaus Filbry, Werder-Finanzchef

Denn das Geld, das sich der Verein für die Folgen des Saisonabbruchs zeitnah leihen würde, müsste schließlich irgendwann auch zurückgezahlt werden.

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Autor

  • Helge Hommers

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 31. März 2020, 18:06 Uhr