Interview

Eisbären Bremerhaven: Vom Abstiegskandidaten zum Hoffnungsträger

Basketball in Bremerhaven macht wieder Spaß. Die Eisbären gewinnen das 5. Heimspiel in Folge. Matchwinner Adrian Breitlauch erklärt den Höhenflug.

Adrian Breitlauf dribbelt mit dem Ball.
Adrian Breitlauch erzielte 13 Punkte für die Eisbären Bremerhaven – vor allem in den entscheidenden Spielsituationen. Bild: Imago | DeFodi

Adrian Breitlauch war der Mann des Spiels gegen Ludwigsburg. Er drehte den letzten Bremerhavener Rückstand von 51:53 mit zwei Dreiern in Folge plus Bonuspunkt (58:53) und legte zu Beginn des letzten Viertels noch mit zwei weiteren Körben nach. Wir haben mit ihm über das neue Gesicht der Eisbären Bremerhaven gesprochen.

Adrian Breitlauch, ihr Mannschaft eilt in eigener Halle von Sieg zu Sieg. Was ist passiert? Vor Wochen wurden Sie noch als erster Abstiegskandidat gehandelt.
Das ist schon eine magische Serie. Unter Coach Mike (Michael Mai, Anm. d. Red.) haben wir noch kein Heimspiel verloren. Er hat einen besonderen Spirit bei uns reingebracht. Wer vor zwei Monaten gesagt hätte, dass wir fünf Heimspiele in Folge gewinnen und uns ein bisschen Luft verschaffen im Abstiegskampf, der wäre für verrückt erklärt worden. Ich freue mich sehr für Coach Mike, dass es für ihn und für uns so gut läuft. Das ist etwas sehr Schönes aktuell.

Addi (Adrian Breitlauch, die Red.) hat ein super Spiel gemacht. Es war sein Tag. Er spielt mit sehr viel Herz und gibt immer alles.

Michael Mai, Trainer Eisbären Bremerhaven
Wie werden Sie durch das Publikum gepuscht bei Ihren Heimsiegen?
Man merkt, die Leute haben wieder Lust auf Basketball. Natürlich machen uns die Heimsiege wieder attraktiver. Viel mehr Leute kommen, um uns spielen zu sehen und das puscht uns natürlich. Wenn wir die Dreier treffen, dann ist die ganze Halle da und schreit mit. Auch bei den gegnerischen Freiwürfen, das war vor allem in Bremen gegen Göttingen so, war das Publikum sehr lautstark. Das sind einfach die entscheidenden Momente, die einem am Ende zum Sieg verhelfen.
Wie schätzen Sie jetzt Ihre Chancen auf den Klassenerhalt ein? Ihre Mannschaft liegt zurzeit auf Rang 16, zwei Zähler über einem Abstiegsplatz.
Wenn wir am Samstag wieder in eigener Halle gegen Frankfurt gewinnen, dann sieht es sehr, sehr gut aus. Allerdings bin ich erst richtig erleichtert, wenn der Klassenerhalt in trockenen Tüchern ist. Ich würde gern vermeiden, dass erst im letzten Spiel gegen den Mitteldeutschen BC die Entscheidung im Abstiegskampf fällt. Das wäre jedenfalls super. Wir wollen auf jeden Fall die magische Serie weiter ausbauen und hoffen, dass Basketball in Bremerhaven weiterhin so viel Spaß macht.

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Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 2. Mai 2019, 18:06 Uhr