Delaney: "Nächste Saison wird es besser"

Noch ist nicht klar, ob Thomas Delaney bei Werder bleiben wird. Doch der Däne ist zumindest zuversichtlich, dass man unter Kohfeldt auf dem richtigen Weg ist.

Thomas Delaney blickt bei der Pressekonferenz lächelnd herüber zu Augustinsson und Veljkovic neben ihm.
Thomas Delaney wechselte im Januar 2017 vom FC Kopenhagen zu Werder Bremen. Bild: Andreas Gumz

Die Bundesliga-Saison liegt in den letzten Zügen, doch mit der Weltmeisterschaft in Russland steht das nächste Großereignis unmittelbar bevor. Offiziell nominiert wird vorläufig erst am 14. Mai, doch Thomas Delaney, Ludwig Augustinsson und Milos Veljkovic machen sich Hoffnung, mit Dänemark, Schweden und Serbien dabei zu sein. Für Delaney wäre es die erste WM, und es steht dabei viel für den 26-Jährigen auf dem Spiel.

Noch immer ist nicht klar, ob Delaney auch in der kommenden Saison bei Werder Bremen spielen wird. Der Regisseur der Hanseaten liebäugelt mit der Premier League, das hatte er nie verhehlt. Umso mehr wird es für ihn darauf ankommen, sich bei der WM so überzeugend wie möglich zu präsentieren. Denn beim Turnier in Russland schauen alle Klubs ganz genau hin, und wer auf dieser Weltbühne positiv auffällt, der kann seinen Marktwert schnell nach oben katapultieren.

Delaney will die WM-Bühne nutzen

Ich müsste lügen, wenn ich sagte, dass mir nicht bewusst ist, wie viel Aufmerksamkeit eine WM bringt und dass man natürlich ein tolles Turnier spielen will, bei dem jeder bemerkt, welche Qualität man hat. Aber ich spüre deswegen keinen zusätzlichen Druck wegen meiner eigenen Situation. Ich freue mich einfach erstmal auf diese großartige Erfahrung.

Werder-Profi Thomas Delaney
Veljkovic und Delaney reden auf der Pressekonferenz buchstäblich hinter dem Rücken von Augustinsson.
Viel zu besprechen: Delaney (rechts) und Veljkovic (links) redeten buchstäblich hinter Augustinssons Rücken. Bild: Andreas Gumz

Bei Werder dürfte man der WM mit gemischten Gefühlen entgegensehen. Spielt Delaney überragend, spült das zwar eine hohe Ablöse in die Vereinskasse, doch eigentlich möchte man den Dänen ja gerne behalten. Schließlich baut Trainer Florian Kohfeldt gerade etwas auf bei Werder. Und von diesem Weg ist auch Delaney überzeugt.

Der Trainer ist noch nicht vollkommen zufrieden und will weitere, neue Dinge etablieren. Daher denke ich, dass es nächste Saison sehr viel besser laufen wird.

Thomas Delaney

Auch Augustinsson ist begehrt

Vielleicht kommt der Aufbruch bei Werder jedoch zu spät für Delaney. In den anderthalb Jahren an der Weser hat der Däne vor allem Abstiegskampf erlebt. "Als im Januar die Rückrunde anfing, da hatte ich ein echtes Déjà-vu – genauso lief es, als ich ein Jahr zuvor zu Werder wechselte", erklärte Delaney. Unter Kohfeldt hätten sich dann langsam, aber stetig Fortschritte eingestellt und man konnte die "Negativ-Spirale" durchbrechen. "Wir haben jetzt eine ganz andere Art, Fußball zu spielen", meinte Delaney, "und für diese Art zu spielen, bekommen wir von anderen Vereinen mehr Respekt, als es unser Tabellenplatz aussagt."

Ob er den neuen Werder-Weg weiter mitgeht, ist auch bei Augustinsson nicht endgültig geklärt. "Es gibt Interessenten", sagte der Schwede, "aber darum kümmert sich mein Berater, darüber kann ich nichts sagen." Wie Delaney will auch Augustinsson die WM als Bühne nutzen und den eigenen Marktwert ein bisschen austesten. Dennoch ist er begeistert von Kohfeldts Arbeit und erwartet Großes für die neue Saison: "Da wird es von Beginn an besser laufen, und es könnte eine große Saison für Werder werden, in der wir sehr viel besser abschneiden werden." Wen genau dieses "wir" einschließt, wird sich wohl erst im Sommer am Ende der Transferperiode zeigen.

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  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 8. Mai 2018, 23:20 Uhr