Kohfeldt sieht rot nach Gelber Karte

Eigentlich wollte sich der Werder-Trainer in seinem 100. Bundesliga-Spiel über den Punkt gegen die Bayern freuen. Stattdessen musste sich Florian Kohfeldt ärgern.

Florian Kohfeldt geht nach dem Spiel auf das Schiedsrichter-Gespann um Guido Winkmann zu.
Gesprächsbedarf: Werder-Trainer Florian Kohfeldt (rechts) konnte nicht verstehen, warum ihn Schiedsrichter Guido Winkmann (2. von links) mit der Gelben Karte bestraft hatte. Bild: Nordphoto/Straubmeier/Pool/via Gumzmedia

Nur noch wenige Minuten waren zu spielen in der Münchner Arena, da verstand Florian Kohfeldt die Welt nicht mehr. Milot Rashica war gefoult worden, so sah es der Werder-Coach ganz deutlich, doch der Pfiff von Schiedsrichter Guido Winkmann blieb aus. Kohfeldt regte sich auf, schrie seinen Frust heraus – und sah dafür von Winkmann die Gelbe Karte, wegen Meckerns.

Kohfeldt konnte sich kaum beruhigen. "Was soll denn das?!", rief er voller Unverständnis dem Unparteiischen hinterher. Und auch der vierte Offizielle musste an der Seitenlinie in den beruhigenden Austausch gehen. Eigentlich hätte es ein durchweg schöner Nachmittag für Kohfeldt sein können in seinem 100. Spiel als Bundesliga-Trainer. Denn seine Bremer hatten nach 22 Pflichtspielpleiten in Folge gegen die Bayern dem Rekordmeister tatsächlich mit 1:1 einen Punkt abgerungen. Doch diese Gelbe Karte wurmte Kohfeldt, er fühlte sich ungerecht behandelt

Ich weiß bis jetzt nicht, wofür ich die bekommen habe. Das war ein klares Foul an Milot, da gibt es keine zwei Meinungen. Dann springen hinter mir ein paar Leute auf und ich bekomme die Gelbe Karte.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt in der ARD

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Kohfeldt versöhnlich gegenüber Schiedsrichter Winkmann

Kohfeldt gehört zu jenen Trainern, die 90 Minuten lang an der Seitenlinie mitgehen, mitleiden und sich über vermeintliche Fehlentscheidungen eben auch aufregen. Vor drei Jahren, als der inzwischen 38-Jährige seine Karriere als Bundesliga-Coach in Bremen begann, da schoss er schon mal übers Ziel hinaus. Das gibt Kohfeldt selber zu.

Mein Verhalten gegenüber den Schiedsrichtern war zu Beginn meiner Karriere vielleicht etwas impulsiv. Aber das hat sich über die Jahre zu einem sehr guten Austausch entwickelt. Ich habe großen Respekt vor den Schiedsrichtern.

Werder-Trainer Florian Kohfeldt in der ARD

Doch eben jene Strafe in seinem Jubiläumsspiel, die konnte Kohfeldt einfach nicht verstehen. "Berechtigt war die Karte auf alle Fälle nicht, ich kann sie in keinster Weise nachvollziehen", betonte der Werder-Coach nach dem Spiel. Dennoch werde er sie hinnehmen und noch einmal das Gespräch mit dem Schiedsrichter suchen: "Trotzdem werde ich gleich zu Guido Winkmann reingehen, wir geben uns die Hand und dann ist es so", stellte Kohfeldt klar: "So ist das eben manchmal im Sport."

Florian Kohfeldt schreit an der Seitenlinie, nachdem er eine Gelbe Karte erhalten hat.
Kein Verständnis für die Gelbe Karte gegen sich: Werder-Trainer Florian Kohfeldt in München. Bild: Nordphoto/Straubmeier/Pool/via Gumzmedia

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Autorin

  • Petra Philippsen Redakteurin und Moderatorin und Autorin

Dieses Thema im Programm: ARD, Sportschau, 21. November 2020, 19 Uhr