Vorm Pokalfinale: Bremer SV verliert erstes Relegationsspiel

Der Bremer SV hat das erste Relegationsspiel um den Aufstieg in die Regionalliga Nord mit 2:3 gegen Altona 93 verloren. In zwei Tagen steht für die Waller schon das Landespokalfinale an.

Ein Fußballspieler des Bremer SV macht seiner Freundin auf dem Spielfeld einen Heiratsantrag.

Es sind drei Spiele der Entscheidung, die der Bremer SV innerhalb von acht Tagen bestreitet. Zweimal spielt das Team von Trainer Ralf Voigt um den Aufstieg in die Regionalliga Nord. Dazwischen liegt das Finale des Landespokals am Samstag – und dafür haben die Waller am Mittwochabend ordentlich Kräfte gelassen. In einem intensiven ersten Relegationsspiel gegen Altona im Stadion am Panzenberg verlor der Bremer SV unglücklich mit 2:3.

Vor 1.739 Zuschauern in Bremen-Walle erwischten die Gastgeber einen schlechten Start. Der Bremer SV spielte zwar engagiert nach vorne, die Stimmung auf den Rängen war prima, doch schon in der 14. Minute nutzte Altona die erste Chance. Metidji traf nach einem Konter zum 0:1. Nur zehn Minuten später fiel schon das zweite Tor für die Gäste nach einem Freistoß aus rund 18 Metern.

Gute zweite Hälfte

Geschätzt 1300 Zuschauer waren beim Relegationsspiel am Panzenberg
Gute Stimmung, schlechtes Ergebnis: Die rund 1.700 Zuschauer sahen ein intensives Spiel.

Unter die Zuschauer hatte sich übrigens auch Werder-Kult-Kicker Ailton gemischt. Doch auch er sah, dass dem Bremer SV in der ersten Hälfte nicht mehr viel einfiel. Dafür lief die zweite Halbzeit deutlich besser an. Gleich nach Wiederanpfiff traf Jabateh zum Anschlusstreffer für den Bremer SV. Mit der Unterstützung des Publikums kamen die Waller besser ins Spiel und glichen in der 64. Minute zum 2:2 aus. Kapitän Arnhold war der Torschütze aus naher Distanz. Doch dann der Rückschlag: Der Bremer SV machte zwar das Spiel, Altona aber das nächste Tor, denn in der 77. Minute gab es Elfmeter für die Gäste – 2:3. Das war auch der Endstand.

Doch danach war noch nicht Schluss: Wie üblich in der Relegation fand ein Elfmeterschießen im Anschluss an die Partie statt. Der Bremer SV gewann mit 4:1.

Der Grund für diese kuriose Regel: In der Relegation spielen drei Mannschaften jeweils gegeneinander, der Bremer SV, Altona 93 aus Hamburg und der Heider SV aus Schleswig-Holstein. Die besten zwei steigen auf. Sollten nach den drei Spielen der Bremer SV und Altona 93 punkt- und torgleich dastehen, sollen laut Norddeutschem Fußballverband trotzdem die beiden Aufsteiger feststehen. Deshalb das Elfmeterschießen für den Fall der Fälle. Und vielleicht ja auch ein gutes Training für das wichtige Pokalfinale am Samstag.

Bremer SV live in der ARD

Denn beim Endspiel um den Landespokal gegen den FC Oberneuland (10:30 Uhr) geht es um einiges. Das Finale wird in Teilen live im Fernsehen zu sehen sein, denn die ARD überträgt die Spiele des Finaltags der Amateure in einer bundesweiten Konferenz.

Die Sieger der Finalspiele treten in der kommenden Saison in der ersten Runde des DFB-Pokals an. Als mögliche Gegner kommen dann auch Bundesligisten in Frage. Zusätzlich zu der Chance auf ein Duell mit einem Bundesligisten winken den Vereinen dann auch Anteile an den Geldern für die Fernsehübertragungen. Rund 100.000 Euro dürften dann in die Kassen fließen.

Ob der Bremer SV in die Regionalliga Nord aufsteigt oder nicht, entscheidet sich am Mittwoch, 29. Mai, um 19:30 Uhr. Dann sind die Bremer zu Gast beim Heider SV in Schleswig-Holstein.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Vier beginnt, 22. Mai 2019, 8:10 Uhr