Bode als DFB-Präsident? So reagiert er auf den Vorschlag

Politikerin Claudia Roth wünscht sich Marco Bode als DFB-Präsident. Klingt gut, aber will der Werder-Aufsichtsratschef den Job überhaupt? Wir haben ihn gefragt.

Marco Bode lacht in die Kamera.
Der ehemalige Nationalspieler Marco Bode ist seit 2014 Aufsichtsrats-Chef bei Werder Bremen. Bild: Gumzmedia | Andreas Gumz

"Natürlich freue ich mich, dass sie mir eine so große Rolle zutraut", kommentierte Marco Bode am Montag den Wunsch von Bundestagsvizepräsidentin Claudia Roth (Grüne), dass er den Posten des DFB-Präsidenten übernehmen soll. Der DFB befinde sich jedoch mitten in einem Prozess, um sich in Zukunft strukturell neu aufzustellen, so Bode.

Personalspekulationen sind in einer solchen Phase bestimmt nicht sehr hilfreich und deswegen möchte ich mich nicht daran beteiligen.

Marco Bode, Werder-Aufsichtsratsvorsitzender

Entscheidung im September

Am 27. September werden auf dem DFB-Bundestag die Interimspräsidenten Rainer Koch und Reinhard Rauball ihre vorübergehende Führung beim weltgrößten Sportverband abgeben. Bis dahin muss ein geeigneter Nachfolger für Reinhard Grindel gefunden sein. Der 57-Jährige war im April zurückgetreten.

Die Grünen-Politikerin Claudia Roth hatte im "Kicker" Werders Aufsichtsratsvorsitzenden Marco Bode als Kandidaten ins Gespräch gebracht. "Für mich ist er einer der Klügsten, ein besonnener Mensch, der alle Bereiche des Fußballs kennt. Jemanden wie ihm können die Bosse in der 1. Liga nicht vorwerfen, er habe keine Ahnung."

Roth spricht sich für Doppelspitze aus

An der Spitze brauche es Persönlichkeiten, die eine große Akzeptanz haben, so Roth weiter. Bode gehöre auf jeden Fall dazu: "Auch die Fans können sich an ihm orientieren, weil er im Verein, in der Nationalmannschaft und im Aufsichtsrat eines Klubs gezeigt hat, dass er alle Dimensionen abdecken kann."

Die Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages spricht sich gleichzeitig für eine Doppelspitze aus. Damit sich "tatsächlich etwas ändert" müsse auch eine Frau in der Führung des DFB vertreten sein, so Roth.

Mehr zum Thema

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Die Rundschau, 17. Juni 2019, 12 Uhr