Reduziertes Angebot für die Eisbären: Reicht das für die 2. Liga?

Ob die Basketballer aus Bremerhaven nach dem Abstieg weitermachen, hängt von der Finanzierung ab. Jetzt legte die Stadt ihr Angebot vor – und das ist rund ein Drittel niedriger als bisher.

Enttäuschte Eisbären-Fans sitzen auf der Tribüne mit Seemanns-Hütchen auf dem Kopf.
Die Eisbären-Fans bangen immer noch: Geht es für ihren Klub in der 2. Liga weiter? Bild: Imago | Hartmut Bösener

Am Donnerstagvormittag ging es in Bremerhaven ums liebe Geld. Seit die Eisbären Mitte Mai aus der Basketball-Bundesliga abgestiegen sind, bangt der Klub um seine Zukunft. Und ob diese sich finanziell stemmen lassen wird, hängt vor allem von der künftigen Unterstützung der Stadt ab. Nach der Sitzung des Aufsichtsrates der Marketing-Gesellschaft Erlebnis Bremerhaven wurde den Eisbären nach Informationen von buten un binnen nun das reduzierte Angebot vorgelegt: 320.000 Euro statt zuvor 466.000 Euro.

Geschäftsführer Grube braucht mehr Sponsorengelder

Bei geschätzten Kosten für eine Saison in der 2. Liga von etwa zwei Millionen Euro wird Eisbären-Geschäftsführer Wolfgang Grube deutlich mehr Unterstützung von seinen Sponsoren benötigen. Die Eisbären künftig überhaupt nicht mehr zu unterstützen, stand für die Stadt Bremerhaven nie zur Debatte. Schließlich profitiert die Touristik und das Hotelgewerbe von der überregionalen Werbewirkung des Basketball-Klubs. Dennoch haben die Eisbären als Wirtschaftsfaktor nach dem Abstieg eingebüßt.

Immerhin: Die Stadthalle Bremerhaven kommt dem Basketball-Klub entgegen. Bisher mussten die Eisbären pro Spieltag 8000 Euro an Hallenmiete zahlen. Für Spiele in der 2. Liga verlangt die Stadthalle nun nur noch 5.900 Euro. Der Grund: Das Management rechnet mit weniger Personalkosten durch weniger Fans. Auch die Energiekosten würden sich reduzieren, da beispielsweise TV-Übertragungen wegfallen.

Grube hat nun kurze Bedenkzeit, um die weitere Finanzierung zu klären. Die 2. Basketball-Liga hatte den Eisbären einen kleinen Aufschub gewährt, sie hätten ansonsten bereits in dieser Woche 80 Prozent ihrer Sponsoren-Verträge für die neue Saison einreichen müssen.

Wie geht es weiter mit den Eisbären?

Die Fans der Eisbären Bremerhaven.

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  • Petra Philippsen

Dieses Thema im Programm: Sportblitz, 18. Juli 2019, 18:06 Uhr