Psychische Erkrankung? Immer mehr Bremer Jugendliche schlafen schlecht

  • Zahl junger Bremerinnen und Bremer mit Schlafstörungen hat sich mehr als verdreifacht
  • Zu diesem Ergebnis kommt eine Studie der Barmer Krankenkasse
  • Krankenkasse warnt: Schlafstörungen können Hinweis auf psychische Erkrankung sein
Eine Frau liegt nachts im Bett wach und liest ein Buch.
Es gibt immer mehr junge Menschen, die nachts nicht schlafen können. (Symbolbild) Bild: DPA | Jochen Tack

Immer mehr Jugendliche in Niedersachsen und Bremen leiden einer aktuellen Untersuchung zufolge unter schlechtem Schlaf. Wurde 2005 noch bei 92 Personen in Bremen im Alter von 15 bis 19 Jahren eine Schlafstörung diagnostiziert, seien 2018 bereits 337 junge Leute davon betroffen gewesen, teilte die Barmer Krankenkasse am Donnerstag mit. In Niedersachsen stieg die Zahl von 132 auf 2.639.

Auch jüngere Menschen dürften anhaltende Schlafstörungen nicht auf die leichte Schulter nehmen, sagte die Landesgeschäftsführerin der Barmer in Niedersachsen und Bremen, Heike Sander. Denn dadurch werde nicht nur die Leistungsfähigkeit im Beruf und beim Sport eingeschränkt, sie könnten vielmehr auch erste Hinweise auf psychische Erkrankungen sein. Daher sollten Schlafstörungen beim nächsten Arztbesuch angesprochen werden.

Insgesamt würden in Niedersachsen etwa 140.000 Patienten mit Schlafstörungen behandelt, hieß es weiter. In Bremen seien es etwa 14.700 Menschen. Bundesweit wurden 2018 bei etwa 1,76 Millionen Menschen Schlafprobleme diagnostiziert.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 3. September 2020, 23:30 Uhr