"100 Prozent Bio" in Bremens Kitas und Schulen bis 2022

  • Angebot soll binnen fünf Jahren umgestellt werden
  • Kliniken und städtische Kantinen folgen später
  • Senat sieht deutliches Signal an die Erzeuger
Apfel mit einem Bio-Aufkleber
Was den Begriff "Bio" tragen darf, ist auf europäischer Ebene klar definiert. Bild: DPA | Patrick Pleul

Bremen will in Kitas, Schulen, Kantinen und Kliniken den Anteil von Bio-Lebensmitteln möglichst schnell und deutlich erhöhen. Nach einem Beschluss des Senats sollen Schulen und Kitas bis zum Jahre 2022 ihre Gemeinschaftsverpflegung zu 100 Prozent auf Lebensmittel aus ökologischer Landwirtschaft umstellen. Für die städtischen Krankenhäuser gilt bis 2024 eine Quote von 20 Prozent, die zudem unter Finanzierungsvorgehalt steht. Bremens Umweltsenator Joachim Lohse (Grüne) sprach dennoch von einem "deutlichen Signal in Richtung Erzeuger und Produzenten aus Bremen und dem Umland". Damit liege die Stadt Bremen auch bundesweit ganz vorne, so Lohse weiter.

Bremens Umweltstaatsrat Ronny Meyer wertet den Beschluss auch als eine Reaktion auf die gesellschaftlich kontrovers geführte Diskussion über Massentierhaltung. Man sehe, dass in der Massentierhaltung und der konventionellen Landwirtschaft so einiges schieflaufe. "Die Massentierhaltung schadet den Tieren und verunreinigt das Grundwasser, giftige Pestizide in der Agrarwirtschaft schaden Insekten und Menschen", so Meyer. "Unser Ziel ist, den Menschen gute ökologische Lebensmittel anzubieten. Das Modell der Zukunft ist der ökologische Landbau – mit unserem Beschluss wollen wir auch politisch ein Zeichen setzen."

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 6. Februar 2018, 13 Uhr