AWI-Forschung kann Produktionsausfälle bei Dürren verhindern

  • Klimaforscherinnen wollen Wasserstände im Voraus berechnen
  • Das sei für die Schifffahrt so wichtig wie Wettervorhersagen für die Landwirtschaft
  • Dadurch sollen Lieferengpässen vermieden werden
Ein Binnenschiff fährt durch einen Fluss mit sehr niedrigem Wasserstand.
Die Modelle der AWI-Forscherinnen sollen Produktionsengpässe verhindern können. Bild: DPA | Goldmann

Klimaforscherinnen des Alfred-Wegener-Institus in Bremerhaven haben ein Modell entwickelt, mit dem die Wasserstände von Flüssen bereits drei Monate im Voraus berechnet werden können. Dadurch könne man Lieferengpässe und Produktionsausfälle bei Dürren vermeiden, so die Forscherinnen.

Überraschungen und Produktionsausfälle wie zum Ende des Dürresommers 2018 muss es künftig nicht mehr geben.

Klimatologin Monica Ionita

"In der Praxis sieht es so aus, dass wir bis Ende Mai eines Jahres sagen können, wie sich die Durchflussmengen und damit auch die Wasserstände bis Ende September desselben Jahres in etwa entwickeln werden", sagte Klimatologin Monica Ionita. Das sei für die Binnenschifffahrt und alle abhängigen Firmen so wertvoll wie Wettervorhersagen für die Landwirtschaft.

Klima, Meer und ewiges Eis: Die wichtige Botschaft des AWI

Video vom 6. Juni 2020
Der Boden ist eben und mit Schnee bedeckt. In der Ferne türmen sich schneebedeckte Berge auf.
Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 7. August 2020, 23:30 Uhr