Warnstreik bei Airbus in Bremen – Gewerkschaft spricht von Eskalation

Vor dem Hamburger Airbus-Werk protestieren Mitarbeiter mit Schildern und Plakaten gegen Umstrukturierungspläne.

Bremer Airbus-Mitarbeiter treten in Warnstreik

Bild: DPA | Radio Tele Nord/Fank Bründel
  • In Bremen werden die Werke von Airbus und Premium Aerotec bestreikt
  • Die Proteste gelten den Umstrukturierungsplänen der Konzernleitung
  • Auch in Varel und Nordenham kam es in Zuliefererwerken zu Warnstreiks

Die IG Metall ruft heute zu neuen Protesten gegen Umbaupläne bei Airbus und der Konzerntochter Premium Aerotec auf. Die Gewerkschaft befürchtet Stellenabbau in großem Stil und hat ganztägige Arbeitsniederlegungen angekündigt: Darunter auch in den Werken Bremen, Nordenham und Varel.

In Bremen sind die Belegschaften von Airbus und Premium Aerotec aufgerufen, ganztägig zuhause zu bleiben. Erklärtes Ziel ist, die Produktion hier – und an allen anderen deutschen Airbus-Standorten – komplett lahmzulegen, was den Konzern Millionen kosten dürfte. Die neueste Warnstreikwelle war bereits Donnerstag in den Premium Aerotec-Werken von Varel und Nordenham angelaufen.

Verhandlungen dauern seit Monaten an

Airbus-Chef Guillaume Faury hatte die IG Metall nach ihrer Ankündigung scharf angegriffen und die Proteste – wörtlich – als "unangemessen und respektlos" bezeichnet. Die Gewerkschaft wiederum sprach von einer "Eskalation".

Beide Seiten verhandeln seit Monaten über Pläne, den zivilen Flugzeugbau von Airbus neu zu strukturieren: Das betrifft besonders die bisherige Konzerntochter Premium Aerotec. Betriebsräte und Gewerkschaft sehen dort tausende Arbeitsplätze in Gefahr. Die Werke in Nordenham, Varel und Bremen liefern den großen Airbus-Werken zu.

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Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 3. Dezember 2021, 19:30 Uhr