Land Bremen verhängt wegen Geflügelpest Stallpflicht

Ein Käfig mit vielen Hühnern auf einem landwirtschaftlichen Betrieb.
Bild: DPA | Markus Hibbeler
  • Geflügelpestausbruch in Hagen im Bremischen
  • 3600 Tiere wurden vorsorglich getötet
  • Land Bremen verhängt Stallpflicht ab Montag

Wegen Gefahr durch die Geflügelpest verhängt das Land Bremen ab Montag eine Stallpflicht. Betroffen von der Maßnahme seien etwa 750 Halter und Halterinnen im kleinsten Bundesland mit etwa 14.000 Tieren, wie das Verbraucherschutzressort am Freitag mitteilte.

Seit Oktober gebe es verstärkt Meldungen über Fälle von Geflügelpest bei Wildvögeln in Norddeutschland. In Niedersachsen, Schleswig-Holstein und Mecklenburg-Vorpommern habe es vereinzelt auch Ausbrüche in großen oder kleinen Haltungen von Hausgeflügel gegeben. Niedersachsen hat wegen des Vordringens der Tierseuche am Freitag den Krisenfall erklärt.

3.600 Tiere im LK Cuxhaven vorsorglich gekeult

So ist unter anderem in Hagen im Bremischen in einem Betrieb die Geflügelpest ausgebrochen. Nach Angaben des Landkreises Cuxhaven musste der gesamte Geflügelbestand des Betriebs getötet werden. Dabei handelt es sich laut Informationen von buten un binnen um rund 3.600 Tiere – 3.000 Masthähnchen und 600 Enten und Legehennen. Alle wurden vorsorglich getötet.

Für die betroffenen Landwirte ist das ein Schock, kommentierte eine Sprecherin des Landkreises Cuxhaven. Der Betrieb werde deshalb aus Datenschutzgründen nicht genannt.

Tiere zum Schutz getötet

Die Tötung sei auch aus Tierschutzgründen richtig, denn die Tiere verenden mit der Krankheit elendig, sagte eine Sprecherin des zuständigen Friedrich-Löffler-Institut des Bundes. Dieses hatte den Fall offiziell bestätigt. Verglichen mit anderen Betrieben gehe es in diesem Fall noch um eine geringe Anzahl von Tieren. Rund 350 Geflügelhalterinnen und -halter im betroffenen Schutzgebiet – zehn Kilometer um den betroffenen Betrieb – stehen nun unter verschärfter Beobachtung.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 19. November 2021, 13 Uhr