Wie konnte in der Bremer Bildungsbehörde zweimal Geld verschwinden?

Bild: Imago | Shotshop
  • Bürgerschaft diskutierte mögliche Unregelmäßigkeiten im Bildungsressort
  • 1,8 Millionen Euro waren auf einem Konto des Martinsclubs aufgetaucht
  • Externe Berater hatten die Gelder entdeckt

In der Aktuellen Stunde der Bremischen Stadtbürgerschaft haben alle Parteien eine rückhaltlose Aufklärung der finanziellen Unregelmäßigkeiten bei der Bildungsbehörde gefordert. Hintergrund ist das Auftauchen einer weiteren sogenannten schwarzen Kasse. Die FDP-Fraktion hatte deswegen eine Aktuelle Stunde beantragt.

Wofür ist das Geld gedacht und wer ist für diese finanzielle Unregelmäßigkeit bei der Bildungsbehörde verantwortlich? Diese Fragen standen im Mittelpunkt der Aktuellen Stunde. Dabei geht es um 1,8 Millionen Euro, die unzulässigerweise auf einem Konto des Vereins Martinsclub gelandet sind. Das Geld wurde über Jahre hinweg in kleineren Summen dort eingezahlt.

Neun Millionen Euro beim Verein Stadtteil-Schule entdeckt

Entdeckt hatte das Geld eine externe Beratungsfirma. Sie war eingeschaltet worden, weil bereits Anfang September in der Bildungsbehörde fehlgeleitete Gelder aufgetaucht waren. Damals wurden auf dem Konto des Vereins Stadtteil-Schule, der mit der Bildungsbehörde zusammenarbeitet, neun Millionen Euro entdeckt, die offensichtlich dorthin transferiert worden waren.

Der mutmaßlich verantwortliche Beamte wurde umgehend suspendiert. Wie bei dem ersten Fall lässt die Bildungsbehörde auch diesmal von der Staatsanwaltschaft prüfen, ob eine Straftat vorliegt.

Haben schwarze Kassen in der Bremer Bildungsbehörde System?

Bild: Radio Bremen

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 7. Dezember 2021, 12 Uhr