Welterschöpfungstag: Umweltschützer kritisieren Bremer Senat

BUND kritsiert Bremer Senat

Vor einem Globus liegt ein Schild mit der Aufschrift "Erdüberlastung"
Bild: Imago | Steinach
Bild: Imago | Steinach
  • Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) kritisiert Umweltschutzpolitik Bremens
  • Forderung nach Sicherung von Grünräumen und Kleingartengebieten
  • Anlass der Kritik der Umweltschützer ist der "Welterschöpfungstag" Ende Juli

Der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND) kritisiert den Bremer Senat: Der tue nicht genug gegen den Klimawandel und das Artensterben. Die Bremer Politik nehme die Signale zwar ernst, trotzdem gehe es nur in Mini-Schritten voran.

Die stellvertretende Geschäftsführerin Katja Muchow sagte, den Lippenbekentnissen der Landesregierung müssten jetzt "große Schritte" folgen. Sie fordert unter anderem die Sicherung von Grünräumen und Kleingartengebieten. Darüber hinaus kritisierte sie einen "expansiven Flächenverbrauch" in Bremen. Der Senat solle sich das Ziel setzen, bis spätestens 2030 gar keine Flächen mehr zu verbrauchen.

Hitzesommer, Überschwemmungen und Brände: Die Alarmlampen stehen auf Rot.

Katja Muchow, stellvertretende Geschäftsführerin des BUND in Bremen

Anlass der Kritik des BUND ist der so genannte Welterschöpfungstag. Er liegt in diesem Jahr auf dem 29. Juli und markiert Umweltschützern zufolge den Tag, an dem die Menschheit rechnerisch alle natürlichen Ressourcen aufgebraucht hat, die die Erde innerhalb eines Jahres regenerieren kann. Bremen trägt laut BUND seinen Teil dazu bei. Würden weltweit alle Menschen so leben wie in Deutschland, bräuchte es drei Erden, um den Ressourcenbedarf zu decken, so die Umweltschützer.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Nachrichten, 26. Juli 2021, 15 Uhr