Sportminister lehnen Kostenerstattung für Risikospiele ab

  • Angesichts der Erlöse müssten Anstrengungen verstärkt werden
  • Nur dann Unterstützung durch die öffentliche Hand gerechtfertigt
  • Bremen bleibt mit seiner Linie dennoch allein
eine Gruppe von HSV-Anhängern am Fuße des Osterdeiches

Die Sportminister der Länder haben den Deutschen Fußballbund und den Ligaverband DFL aufgerufen, mehr gegen Gewalt in Fußballstadien zu tun. Angesichts der gestiegenen Erlöse aus der medialen Vermarktung müssten sie ihre Anstrengungen verstärken, heißt es in einem Beschluss der Sportministerkonferenz.

Nur wenn die Verbände konsequent gegen Gewalt und Extremismus vorgehen, ist aus Sicht der Minister eine Unterstützung durch die öffentliche Hand zu rechtfertigen. Von einer möglichen Beteiligung an den Polizeikosten ist aber in dem Beschluss nicht mehr die Rede. Damit wurde ein Vorstoß aus Hessen deutlich abgemildert.

Streit zwischen Bremen und DFL geht weiter

Unter anderem Niedersachsen soll dafür gesorgt haben, dass die Polizeikosten nicht mehr explizit erwähnt werden. Sämtliche Beschlüsse der Konferenz müssen einstimmig erfolgen.

Bremens juristischer Streit mit dem Ligaverband bleibt davon nach Angaben von Innensenator Mäurer unberührt. Als bislang einziges Bundesland will Bremen, dass die DFL sich an überdurchschnittlich hohe Polizeikosten bei Risikospielen beteiligt.  

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, 10. November 2017, 17 Uhr