Lokalpolitiker aus der Region will SPD-Parteichef werden

  • Udo Schmitz ist Vorsitzender des SPD-Ortsvereins Stadland
  • Am 22. April will er für das Amt des Parteichefs kandidieren
  • Schmitz ist das dritte SPD-Mitglied, das gegen Nahles antritt
Udo Schmitz
Udo Schmitz aus Stadland in der Wesermarsch zieht es nach Berlin.

In den Kampf um den Vorsitz der SPD hat sich jetzt auch ein Sozialdemokrat aus der Nordwest-Region eingeschaltet: Der Jurist Udo Schmitz aus der Gemeinde Stadland bei Bremerhaven will im April als Parteichef kandidieren.

Es ist die dritte Kandidatur eines öffentlich kaum bekannten Sozialdemokraten: Der 59-jährige Schmitz aus Rodenkirchen will am 22. April gegen die designierte Vorsitzende Nahles antreten. Zuvor hatten bereits die Bürgermeisterin von Flensburg und ein Berufsschullehrer aus Dithmarschen ihre Bewerbungen angekündigt.

Unerfahren ist Schmitz nicht: In den 90er Jahren arbeitete er für die Bundestagsfraktion in Bonn. Jetzt wirft er dem SPD-Vorstand in einem Brief vor, die Partei "im freien Fall abstürzen" zu lassen. Und wörtlich: "Anscheinend habt Ihr komplett jegliche Form von Bodenhaftung verloren." Schmitz' niedersächsischer Landesverband unterstützt allerdings weiterhin Andrea Nahles. Die ließ wissen, sie sehe die Gegenkandidaturen mit großer Gelassenheit.

Was in den letzten Monaten durch die Parteiführung als Bild abgeliefert worden ist und das Gerangel der letzten Tage – verbunden mit dem Versuch einer Statutenwidrigen Inthronisation von Andrea Nahles – spottet jeglicher Beschreibung. Die SPD befindet sich im freien Fall und die Basis muss die Reissleine ziehen. Mit einer bloßen Gegenkandidatur ist es nicht getan, die Genossin Nahles und weitere Kandidaten müssen sich dem Votum der Mitglieder stellen.

Udo Schmitz - 14. Februar 2018, 10:42 Uhr.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 14. Februar 2018, 21 Uhr