Exklusiv

Maike Schaefer: "SPD muss ihre Personaldebatte schnell lösen"

  • Schaefer bezeichnet FDP als unglaubwürdig, daher keine Jamaika-Verhandlungen
  • Grüne fordern SPD auf, interne Personaldebatten schnell zu lösen
  • Ein "Weiter so" werde es mit den Grünen nicht geben
Spitzenkandidatin der Grünen Maike Schäfer im Interview bei buten un binnen

Die Spitzenkandidatin der Grünen, Maike Schaefer, hat in einem Gespräch mit buten un binnen erklärt, dass ihre Partei von der SPD eine schnelle Lösung der Personaldebatte erwarte. Man wolle sich nicht in die internen Angelegenheiten der Sozialdemokraten einmischen, aber diese Klärung hält Schaefer für notwendig – spätestens bis zum Ende der Koalitionsverhandlungen.

Wir wollen schon gerne wissen, mit wem wir am Ende regieren.

Maike Schaefer, Grüne

Sie blicke nun optimistisch auf die anstehenden Verhandlungen mit der SPD und den Linken. In einem Rot-Grün-Rot-Bündnis gebe es einfach mehr Schnittpunkte als in einer Koalition mit CDU und FDP. Zudem betonte Schaefer, dass es mit den Grünen in einer Koalition kein "Weiter so" zu erwarten sei. "Wir haben in den Sondierungsgesprächen gemerkt, dass bei den Themen Klimaschutz und Verkehr sehr viel Bewegung drin ist. Also schon inhaltlich wird es deshalb kein 'Weiter so' geben."

Das Zustandekommen von Verhandlungen zur Bildung einer Jamaika-Koalition scheiterte laut Schaefer vor allem an der FDP. Gerade in Fragen des Klimaschutzes sei das Vertrauen in die Liberalen nicht allzu groß gewesen.

Am Abend stimmten die Bremer Grünen auf einer Mitgliederversammlung der Empfehlung ihres Landesvorstandes zu. Damit können die Verhandlungen mit der SPD und den Linken zur Bildung einer Koalition beginnen.

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 6. Juni 2019, 19:30 Uhr