Ryanair und Verdi einigen sich auf Grundlage für Sozialplan

  • Kompromiss soll Mitarbeiter absichern, die von Schließungen betroffen sind
  • Fluglinie hatte Basis in Bremen am Wochenende geschlossen
  • Abschließende Zustimmung der Gewerkschaft gilt als sicher
Das Logo von Ryanair
Für die Ryanair-Mitarbeiter in Bremen und bundesweit, die von Schließungen und Versetzungen betroffen sind, zeichnet sich ein Kompromiss zwischen Verdi und Ryanair ab.

Es gibt Bewegung in den Verhandlungen für die bisherigen Beschäftigten der Ryanair-Basis am Flughafen Bremen. Die Fluglinie hat sich mit der Dienstleistungsgewerkschaft Verdi auf die Grundlage für einen Sozialplan geeinigt. Die abschließende Zustimmung der Gewerkschaft gilt als sicher.

Am vergangenen Sonntag hatte Ryanair seine Bremer Basis geschlossen. Das heißt: Die Fluglinie fliegt Bremen nur noch mit Maschinen und Personal an, die an anderen Flughäfen stationiert sind. Lange war unklar, wie es für die 90 Bremer Mitarbeiter weitergehen würde. Nur gut die Hälfte von ihnen beschäftigt Ryanair an anderen Standorten weiter. Der sich jetzt abzeichnende Kompromiss soll in Bremen und bundesweit von Schließungen und Versetzungen betroffene Ryanair-Mitarbeiter absichern, konkret zum Beispiel durch Abfindungen.

Empfehlung an Verdi-Mitglieder, Sozialplan zuzustimmen

Die Tarifkommission der Gewerkschaft empfiehlt den Verdi-Mitgliedern, dem ausgehandelten Sozialplan zuzustimmen. Die Entscheidung fällt am Dienstag. Der Sozialplan ist Teil eines ganzen Verhandlungspakets – bei dem es in erster Linie um mehr Geld und die Arbeitsbedingungen der rund 1.000 Flugbegleiter in Deutschland geht. Beide Seiten waren deswegen im Dauer-Streit. Neben den Flugbegleitern streiten auch die Piloten mit Ryanair um einen Tarifvertrag. Wegen Warnstreiks waren in diesem Jahr europaweit hunderte Flüge ausgefallen.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 9. November 2018, 12 Uhr