Kulturbehörde spricht Machtwort im Breminale-Streit

  • Bisheriges Planungsteam wird aufgespalten
  • Neuer künstlerischer Leiter für Breminale 2018
  • Kulturbehörde will Zuschüsse für 2019 auf Eis legen
Sonnenuntergang bei der Breminale
Auch 2018 soll es stimmungsvolle Abende am Osterdeich geben.

Im Streit um die Zukunft der Breminale hat die Bremer Kulturbehörde ein Machtwort gesprochen. Sie lässt das Festival im kommenden Jahr von nur einem der beiden bisherigen Veranstalter ausrichten. Bei einem Runden Tisch zur Zukunft der Breminale konnten sich die beiden zerstrittenen Veranstalter am Donnerstagabend nicht einigen.

Breminale GmbH soll Festival mit neuem Partner stemmen

Im schlimmsten Fall hätte die Breminale im nächsten Jahr ausfallen können. Damit das nicht passiert, hat die Kulturbehörde die Breminale GmbH aufgefordert, alleine ein tragfähiges Kulturprogramm vorzulegen. Die Gesellschaft besitzt die Namens- und Markenrechte an der Veranstaltung und hat den Auftrag, die Qualität der früheren Festivals zu erhalten. Zuschüsse gibt Bremen erst frei, wenn das Konzept für 2018 steht.

In den vergangenen zehn Jahren hatte das Unternehmen "Sternkultur" das Kulturprogramm organisiert. Zumindest im nächsten Jahr ist das aber nicht der Fall. "Ich möchte die Verdienste von Susanne von Essen und dem Team Sternkultur hervorheben", heißt es in einer Stellungnahme von Kulturstaatsrätin Carmen Emigholz (SPD). Für gleichbleibend hohe Qualität soll jetzt ein neuer Partner mit einem neuen künstlerischen Leiter sorgen, der noch bestimmt werden muss.

Neues Planungsteam arbeitet nur auf Abruf

Bei diesem Team muss es aber nicht bleiben. Denn der Kulturbehörde schwebt eine Art Notbremse für den Fall vor, dass die neue Lösung nicht einschlägt: Bremen soll die Zuschüsse für die Breminale im übernächsten Jahr (2019) erst einmal sperren und schauen, wie sich das neue Team schlägt. Erst danach solle sich entscheiden, wer künftig die Breminale plant und veranstaltet. So schlägt es die Kulturbehörde dem zuständigen Fachausschuss vor, der Kulturdeputation.

Dieses Thema im Programm: Hörfunknachrichten, 30. November 2017, 23 Uhr