Wird Rot-Grün-Rot in Bremen zum Vorbild für den Bund?

Sollten SPD, Grüne und Linke gemeinsam regieren, wäre es das erste derartige Bündnis in Westdeutschland. Einige sehen darin bereits ein bundespolitisches Signal.

Zwei rote und ein grüner Farbtopf mit Pinseln stehen auf einem weißen Grund.
Politische Farbenlehre: Die Kräfteverhältnisse zwischen SPD, Grünen und Linken haben sich verändert. Bild: DPA | Patrick Pleul

Die kommissarische SPD-Chefin Malu Dreyer sieht in den Plänen für eine linke Koalition in Bremen auch eine Option für den Bund. Dreyer, die auch Ministerpräsidentin von Rheinland-Pfalz ist, sagte der "Süddeutschen Zeitung", dass die SPD andere Konstellationen als die große Koalition brauche, um stärker zur Geltung zu kommen. Rot-Rot-Grün sei dabei natürlich eine Option. Wobei es gemessen an den derzeitigen Kräfteverhältnissen im Bund Grün-Rot-Rot lauten müsste.

Kristina Vogt, Carsten Sieling und Maike Schaefer sitzen auf einem Sofa
Wollen in Bremen eine rot-grün-rote Landesregierung bilden: Kristina Vogt (Linke), Maike Schaefer (Grüne) und Carsten Sieling (SPD, von links nach rechts).

Die Grünen wiederum würden durch ein rot-grün-rotes Bündnis in Bremen ihre Optionen erweitern. Bremen wäre immerhin das erste westdeutsche Bundesland, in dem eine Koalition aus SPD, Grünen und Linken zustande käme. Grünen-Chef Robert Habeck wiegelt noch ab: "Das eine hat mit dem anderen erst mal nichts zu tun." Doch in der Frage des Klimaschutzes ist die Distanz zwischen Grünen und FDP zuletzt größer geworden – auch das zeigte sich während der Sondierungsgespräche in der Hansestadt. Und so könnte Bremen doch zum Modell für den Bund werden.

So äußern sich die Koalitionsparteien zu Rot-Grün-Rot

Carsten Sieling und Sascha Aulepp
Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 8. Juni 2019, 11 Uhr