Beluga-Prozess: Stolberg und Staatsanwaltschaft gehen in Revision

  • Stolberg geht in Revision
  • Auch Staatsanwaltschaft will das Urteil gegen Stolberg überprüfen lassen
  • Bundesgerichtshof muss jetzt entscheiden
Niels Stolberg
Niels Stolberg will sich mit dem Urteil des Landgerichts Bremen nicht abfinden.

Der zwei Jahre dauernde Prozess um die Pleite der Bremer Beluga-Reederei muss möglicherweise neu aufgerollt werden. Die Verteidigung hat Revision gegen das Urteil des Landgerichts eingelegt. Es hatte Beluga-Gründer Niels Stolberg wegen Kreditbetrugs und Untreue zu drei Jahren und sechs Monaten Haft verurteilt.

Auch die Staatsanwaltschaft hat inzwischen Revision eingelegt. Worauf die Verteidigung und die Staatsanwaltschaft ihre Revision begründen, ist noch unklar. Beide Seiten haben nun mehrere Wochen Zeit, ihre Begründung zu formulieren.

Stolbergs Verteidiger Groß hatte schon vor dem Urteilsspruch klar gemacht, dass er eine Gefängnisstrafe für den Beluga-Gründer für unverhältnismäßig hält. Daher kommt die Revision nicht überraschend. Die Staatsanwaltschaft hatte sich zunächst mit dem Urteil grundsätzlich zufrieden erklärt, sich aber ebenfalls die Möglichkeit der Revision offen gehalten.

Sollte der Bundesgerichtshof einem der Revisionsanträge folgen, würde das Verfahren an das Landgericht Bremen zurücküberwiesen. Dann müsste der Prozess zumindest in Teilen neu aufgerollt werden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Tag, 21. März 2018, 13 Uhr