Rennbahngelände in der Vahr: Was kommt nach dem Nein zur Bebauung?

Eine Bürgerinitiative hatte die Pläne für Wohnungen per Volksentscheid gekippt – jetzt sind erste Ideen für die Zukunft des Areals auf den Tisch gekommen.

Bilck über die Galopprennbahn
Zirkus, Flohmärkte, Konzerte – die Liste der Ideen, um die Leere auf der Bremer Galopprennbahn in Zukunft zu füllen, ist lang.

Monatelang wurde schon vor der Bürgerschaftswahl um das Rennbahngelände in der Bremer Vahr gerungen. Die damalige Regierung wollte das Gelände bebauen. Diese Pläne hat allerdings eine Bürgerinitiative gekippt. Jetzt ist die Frage: Was soll dort geschehen? Nun haben sich Akteure und Ideengeber unter Federführung des Bürgerschaftspräsidenten Frank Imhoff (CDU) getroffen, um erste Idee zu diskutieren.

Pferderennen wieder denkbar

Unzählige Ideen liegen auf dem Tisch. Die Bürgerinitiative selbst hat Kontakt zu vielen Event- und Kulturveranstaltern aufgenommen. Zum Beispiel gibt es Überlegungen für einen Winter- und Weihnachtszirkus, Flohmärkte, Theater- und Musikaufführungen. Auch Pferderennen sind wieder denkbar, aber auch andere Sportveranstaltungen könnte sich der Präsident des Pferdesportverbandes Walter Kind dort vorstellen: "Mit dem Reitsport könnten Beachvolleyballer und ähnliche auf Sandböden auch ihren Sport treiben und ihre Events abhalten." Es gebe sicherlich einige Sportvereine, die noch gar nicht daran gedacht haben, dort Veranstaltungen abhalten zu können.

Heißluft-Ballons
Die Rennbahn als Startfläche für Heißluftballons? Für einige durchaus denkbar. Bild: DPA | Friedrich Saurer

Wer sich aber schon viele Gedanken gemacht hat, ist der Verein der Ballonfahrer in Bremen. Dessen Sprecher Reinhard Peschel will dort alle zwei Jahre ein so genanntes Ballon-Meeting veranstalten. "Das heißt, ein Ballon fährt vorweg. Wenn der in der Luft ist, steigen die anderen auf und verfolgen ihn." Der erste Ballon wirft dann einen Stein ab, an dem die anderen so nah wie möglich landen müssen.

Wer übernimmt die Kosten?

Und dann gibt es natürlich auch Stimmen, die auf der riesigen Grünfläche einen großen Park fordern. Bis das aber alles spruchreif ist, müssen Konzepte erarbeitet werden, über die dann die Bürgerschaft entscheiden muss. Dazu muss auch geklärt werden, wie all das dann bezahlt werden soll. Die Bürgerinitiative will darum auch die Opposition ins Boot holen, damit hier nichts ausgesessen wird, sagt Sprecher Andreas Spongbiel.

Allerdings gibt es auch Möglichkeiten die Bebauung doch noch durchzusetzen, auch wenn das politisch sehr unwahrscheinlich ist. Mit einer Zwei Drittel-Mehrheit kann die Bremische Bürgerschaft das neue Gesetz zur Nichtbebauung sofort kippen und nach zwei Jahren reicht dafür die einfache Mehrheit.

Ergebnis zum Volksentscheid zur Bebauung der Galopprennbahn

Zu sehen ist die ehemalige Galopprennbahn von der Tribüne aus.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 18. September 2019, 16 Uhr