Volksentscheid kommt: Bremer entscheiden über Galopprennbahn

  • Stadtbürgerschaft hat Begehren zum Erhalt der Rennbahn abgelehnt
  • Am 26. Mai dürfen alle Bremer selbst über Bebauung entscheiden
  • Klare Mehrheit der Abgeordneten will Gelände für Wohnungen nutzen
Zu sehen ist die ehemalige Galopprennbahn von der Tribüne aus.

Die Bremische Stadtbürgerschaft hat in einer Sondersitzung das Volksbegehren zum Erhalt der Galopprennbahn in Hemelingen abgelehnt. Damit steht nun fest, dass parallel zur Bürgerschaftswahl bei einem Volksentscheid über eine mögliche Bebauung des Geländes abgestimmt wird.

Am 26. Mai dürfen alle Bremer selbst entscheiden: Sind sie für oder gegen die Forderung der Bürgerinitiative, das Rennbahngelände nicht zu bebauen? Die Abgeordneten der Stadtbürgerschaft haben sich mit einer klaren Mehrheit durch die Stimmen von SPD, Grünen und Linken dagegen ausgesprochen – das heißt, sie wollen das Rennbahngelände für Wohnungen nutzen.

Wir müssen dringend Wohnraum schaffen. Wir müssen den Anstieg von Mieten und Immobilienpreisen bremsen. Und deshalb müssen wir bauen.

Björn Tschöpe, Vorsitzender der SPD-Bürgerschaftsfraktion

Die rot-grüne Regierungskoalition verfolgt nach wie vor den Plan, das etwa 36 Hektar große Areal teilweise zu bebauen. Rund 1.000 neue Wohnungen sind das Ziel, aber auch große Grünbereiche sollen erhalten bleiben. CDU, FDP und Bürger in Wut haben in der Sitzung der Stadtbürgerschaft dem Begehren der Bürgerinitiative zugestimmt, auf dem Rennbahngelände nicht zu bauen.

Die Bürgerinitiative hatte mit der Entscheidung der Bürgerschaft gegen ihren Antrag gerechnet. "Uns war doch klar, dass die Meinung bei den Parteien anders ist als bei uns", sagte der Sprecher der Initiative, Andreas Sponbiel. Das sei für ihn aber in Ordnung. "Wir gehen jetzt in einen fairen Wettbewerb. Wir haben die besseren Argumente."

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 21. Februar 2019, 19:30 Uhr