Bauressort: Teiche verhindern Wohnungsbau auf Rennbahn nicht

  • Auf dem Gelände in der Bremer Vahr gibt es mehrere Schutzgebiete
  • Nach Meinung einer CDU-Politikerin könnte das eine dichte Wohnbebauung verhindern
  • Baubehörde: Gewässer könnten in Wohnquartier integriert werden
Die Galopprennbahn aus der Luft gesehen
Die Gewässer auf dem Golfplatz sind geschützt. Noch ist unklar, was das für die Bebauungspläne bedeutet.

Drei Seen – alle stehen unter Schutz – existieren auf dem Gelände, das früher als Galopprennbahn diente. So steht es in einem Bericht der Verwaltung an die Baudeputation. Ein Gewässer war als Ersatz dafür entstanden, dass beim Bau eines Golfplatzes auf dem Areal ein geschütztes Biotop beseitigt wurde. Dort wurden auch zwei weitere kleine Gewässer geschaffen, die mittlerweile dem gesetzlichen Biotopschutz unterliegen.

Seen könnten Aufenthaltsqualität verbessern

Die CDU-Bürgerschaftsabgeordnete Silvia Neumeyer hatte die Stellungnahme angefordert. Sie vermutet, dass es nun schwieriger werden könnte, die Ex-Rennbahn wie geplant "hoch verdichtet" mit Wohnungen zu bebauen. Die Behörde kontert: Die fraglichen Gewässer könnten in ein neues Wohnquartier integriert werden. Die Seen könnten sogar "die Aufenthaltsqualität für die Bewohner verbessern", so ein Sprecher zu Radio Bremen. Es sei wünschenswert, diese zu erhalten.

Auf dem ehemaligen Galopprund will die Stadt Wohnungen schaffen. Wie viele Wohneinheiten auf dem 36-Hektar-Areal entstehen sollen, ist laut Bauressort noch unklar. Eine Bürgerinitiative hat ein Volksbegehren gegen die Pläne auf den Weg gebracht.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 6. August 2018, 12 Uhr