Oldenburgerin Amira Mohamed Ali wird Linken-Fraktionschefin

  • Abgeordnete führt die Linken im Bundestag gemeinsam mit Dietmar Bartsch
  • Mohamed Ali erst seit 2017 im Bundestag vertreten
  • Rechtsanwältin setzte sich bislang vor allem für Verbraucher- und Tierschutz ein
Amira Mohamed Ali, neugewählte Co-Vorsitzende der Bundestagsfraktion der Partei Die Linke
Die Oldenburgerin Amira Mohamed Ali ist neue Linken-Fraktionschefin im Bundestag. Bild: DPA | Carsten Koall

Die Oldenburgerin Amira Mohamed Ali und Dietmar Bartsch sind das neue Führungsduo der Linken im Bundestag. Die Fraktion bestätigte am Dienstag den bisherigen Co-Vorsitzenden Bartsch im Amt und wählte die niedersächsische Bundestagsabgeordnete zur Nachfolgerin von Sahra Wagenknecht.

Für den weiblichen Part des Führungsduos hatte sich neben Mohamed Ali die stellvertretende Vorsitzende der Fraktion, Caren Lay, beworben. Beide bekamen im ersten Wahlgang keine Mehrheit. In einem zweiten Wahlgang sprachen sich dann 36 Abgeordnete für Mohamed Ali aus – das entspricht 52,2 Prozent. Caren Lay holte 29 Stimmen, 42 Prozent.

Rechtsanwältin Mohamed Ali seit 2017 im Bundestag

Die Rechtsanwältin Mohamed Ali sitzt erst seit 2017 für die Linke im Bundestag – für den Wahlkreis Oldenburg-Ammerland. Sie wird dem linken Flügel der Partei zugerechnet, zu dem auch Wagenknecht gehört. Öffentlich größer in Erscheinung getreten ist sie bisher nicht. In der Fraktion hat sie sich bisher um Verbraucher- und Tierschutz gekümmert sowie um Recht und Ernährung.

In ihrem Bewerbungsschreiben für den Vorsitz hatte die gebürtige Hamburgerin, die seit 2005 in Oldenburg lebt, es als zentrale Aufgabe bezeichnet, die Fraktion wieder zusammenzuführen. Die Zeit mit Sahra Wagenknecht an der Spitze war geprägt von Streit zwischen Wagenknecht und der Parteispitze um Katja Kipping und Bernd Riexinger.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 12. November 2019, 18 Uhr