Nordwestbahn: Niedersachsen droht mit Abmahnung und Ausschluss

  • Große Probleme im Zugverkehr zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven
  • Ohne Verbesserungen stehen die Verträge offenbar auf der Kippe
  • Das ist das Ergebnis eines Krisentreffens
Eine Bahnreisende steigt in Verden in eine Nordwestbahn nach Bremen ein
Passagiere der Nordwestbahn müssen immer wieder Ausfälle hinnehmen. Bild: DPA | Alexander Körner

Nach massiven Problemen beim Zugverkehr zwischen Oldenburg und Wilhelmshaven bekommt die Nordwestbahn Druck aus der Region. Ohne schnelle Verbesserungen stehen die Verträge mit dem Unternehmen auf der Kippe, so Teilnehmer der Sitzung. Ein Krisengipfel in Wilhelmshaven hat sich am Abend mit Zugausfällen und Verspätungen bei der Nordwestbahn beschäftigt.

An dem Treffen hatten auch Niedersachsens Umweltminister Lies (SPD) und zahlreiche Kommunalvertreter teilgenommen. Bis Ende März soll der Bahnkonzern seinen Service nun deutlich verbessern. Andernfalls könne er mit einer zweiten Abmahnung von einer neuen Ausschreibung ausgeschlossen werden. Die Nordwestbahn war für eine Stellungnahme nicht zu erreichen.

Bremen sieht erste Verbesserungen

Die Kritik an der Nordwestbahn häuft sich seit zwei Jahren nach Verspätungen und Zugausfällen. Fehlendes Personal hatte auch für Probleme auf anderen Strecken des Unternehmens geführt, die Linien zwischen Wilhelmshaven und Osnabrück sowie zwischen Bremen und Oldenburg betreibt. Nach einem Protest von Bürgermeistern und Landräten hatte der Betreiber Besserung gelobt.

Erst im September hatte auch die Bremer Landesregierung bei einem Krisengespräch mit der Nordwestbahn Verbesserungen gefordert. Besonders schlecht war die Lage der Regio-S-Bahn nach Bremen-Nord. Dem Unternehmen drohte auch dort eine Abmahnung. Inzwischen habe sich die Zahl der unplanmäßig ausgefallenen Züge durch ein neues Konzept deutlich verringert, sagte ein Sprecher des Bremer Umweltressorts am Mittwoch. Ob es noch zu einer Abmahnung komme, hänge vom weiteren Betriebsablauf ab.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 11. Dezember 2019, 22 Uhr