Bremen hält die Luft-Grenzwerte ein – Umweltsenatorin reicht das nicht

  • An allen neun Messstationen In Bremen und Bremerhaven wurden die Grenzwerte eingehalten
  • Drei Stationen blieben nur knapp unter den Grenzwerten
  • Umweltsenatorin Schaefer will die Luftqualität weiter verbessern
Stau am Sielwall in Bremen.
In Bremen ist die Luft vergleichsweise gut. (Archivbild) Bild: Imago | Hoch Zwei Stock/Angerer

Im Land Bremen ist der Anteil der Schadstoffe in der Luft im vergangenen Jahr unter den Grenzwerten geblieben. Das teilte Umweltsenatorin Maike Schaefer (Grüne) am Freitag mit. Sie sprach von "erfreulichen Nachrichten". Es drohten keine Fahrverbote, allerdings seien weitere Schritte für eine Verbesserung der Luftqualität nötig. Diese will Schaefer über eine autofreie Innenstadt, mehr öffentlichen Nahverkehr und eine Stärkung des Rad- und Fußverkehrs erreichen.

Die Angaben zur Luftqualität basieren auf den Daten von insgesamt neun Luftmessstationen in Bremen und Bremerhaven. Sie überwachen den Anteil von Feinstaub, Ozon, Stickstoffoxid, Schwefeldioxid und Kohlenmonoxid. An drei Verkehrsknotenpunkten wurden die Grenzwerte erneut nur knapp eingehalten. Dies sind in Bremen der Dobbenweg und die Nordstraße sowie in Bremerhaven die Cherbourger Straße.

Bei Stickstoffdioxid (NO2) hätten die im Jahresschnitt ermittelten Werte an zwei Messstationen nur knapp unter den zulässigen Grenzwerten gelegen. Der Stoff findet sich im Abgas von Fahrzeugen sowie von Heizungen und Kraftwerken. Die gemessenen Werte zu Feinstaub, Schwefeldioxid (SO2) und Kohlenmonoxid (CO) lagen den Angaben nach auf dem niedrigen Niveau von 2017, ebenso der Ozonwert.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 18. Oktober 2019, 14 Uhr