Politik fordert regionalen Käufer für Bremerhavener Lloyd-Werft

  • Wirtschaftssenatorin Vogt (Linke) will Verkauf der Bremerhavener Werft
  • Verkauf sei auch für einen möglichen Auftrag für die "Polarstern II" wichtig
  • CDU bringt Landesbürgschaft für regionalen Käufer ins Spiel
Video vom 24. Februar 2021
Das Logo und der Schriftzug der Lloyd Werft Bremerhaven,
Bild: Radio Bremen
Video vom 20. Februar 2021
Eine Flagge mit der Aufschrift "Lloyd Werft" weht im Wind.
Bild: Radio Bremen

Bremens Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt (Linke) hält einen Verkauf der Bremerhavener Lloyd-Werft für die beste Lösung für das Unternehmen. Der bisherige Eigner, die malaysische Genting Group, hatte angekündigt, die Traditionswerft zum Ende des Jahres stillzulegen. Die Senatorin hoffe auf einen Käufer aus der Region, der den Standort erhalte und die Arbeitsplätze sichere. Das sagte Vogt am Mittwoch in einer Aktuellen Stunde der Bürgerschaft.

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Wirtschaftssenatorin Kristina Vogt will einen Verkauf der Lloyd-Werft. Bild: Radio Bremen

Sie freue sich über das Interesse der Bremerhavener Rönner-Gruppe an der Lloyd-Werft. Der Verkauf sei unter anderem wichtig, damit sich die Lloyd-Werft an der anstehenden Ausschreibung für das Forschungsschiff "Polarstern II" beteiligen könne.

Ihre Hoffnung auf Bundeshilfe aus dem Stabilisierungsfonds sei eher begrenzt – denn Zahlungen aus diesem Fonds würden die Unternehmen nicht verpflichten, Arbeitsplätze zu retten. Ähnlich äußerte sich der Bremerhavener FDP-Abgeordnete Hauke Hilz. Man müsse aufpassen, dass die Steuergelder nicht in die Genting Group fließen, sondern nach Bremerhaven. CDU,  SPD und Grüne forderten Hilfe vom Bund. Auch die CDU will einen Käufer aus der Region. Auf internationale Konzerne ohne regionale Bindung sei kein Verlass. Falls nötig, würde die CDU eine Landesbürgschaft unterstützen, sagte der Bremerhavener Abgeordnete Thorsten Raschen.

Der SPD-Abgeordnete Jörg Zager sagte, es müsse "vermieden werden, dass die finanziell angeschlagene Genting-Group die Lloyd-Werft in den Konkurs zieht". Es gehe nicht nur um die Arbeitsplätze bei der Lloyd-Werft, sondern auch bei Zulieferern.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 24. Februar 2021, 16 Uhr