Linke: Bremen soll Polizeikosten bei Werder-Spielen senken

  • Linke schlagen Busrampe für Gästefans direkt zur Westkurve vor
  • Landesregierung zeigt sich grundsätzlich gesprächsbereit
  • Bremen setzt bundesweit mit die meisten Polizisten bei Fußballspielen ein
Polizisten vor einem Fußballspiel
Kaum ein Bundesliga-Standort hat in der vergangenen Saison so viele Polizisten bei Fußballspielen eingesetzt wie Bremen. Bild: DPA | Carmen Jaspersen

Bremen will die Kosten für Polizeieinsätze bei Spielen der Fußball-Bundesliga bekanntlich auf die Profiklubs abwälzen. Der Rechtsstreit läuft schon einige Monate. Aber die Linke findet, Bremen könnte selbst mehr tun, um bei Werderspielen Polizeipersonal und damit Geld zu sparen.

Die Chefin der Linken-Bürgerschaftsfraktion, Kristina Vogt, schlägt eine Rampe für Busse vor. Über sie könnten Gästefans direkt vor die Westkurve des Weserstadions gefahren werden – also direkt zum Gästeblock. Eine Idee, für die sich der Senat sogar offen zeigt. Er räumte auf Nachfrage von butenunbinnen ein, dass man die Situation so verbessern könnte und dann vielleicht weniger Polizisten bräuchte. Allerdings müssten der Vorschlag und die damit verbundenen Kosten erst einmal geprüft werden.

Wie groß und damit teuer das Problem mit Polizeieinsätzen bei Fußballspielen in Bremen ist, zeigt die Antwort der Landesregierung auf eine Anfrage der Linken: In der vergangenen Saison war Bremen der Bundesliga-Standort, an dem im Vergleich die zweitmeisten Polizisten eingesetzt wurden. Der Senat begründet das unter anderem mit der besonderen Lage des Weserstadions mitten in der Stadt. Um Fanmärsche zu verhindern und die Gästefans von den Werderfans zu trennen, sei dieser personelle Aufwand der Polizei nötig. Vor allem bei sogenannten Risikospielen – also Spielen, bei denen es mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Krawallen zwischen verfeindeten Fanlagern kommt.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau, 12. Januar 2018, 12 Uhr