Strom für Schiffe in Bremens Häfen: Motoren sollen aus bleiben

  • Senat will Stromversorgung in den Häfen in Bremen und Bremerhaven ausbauen
  • Schiffe sollen so Motoren an Liegeplätzen ausstellen können
  • Land und Bund teilen sich Kosten
Ein Mann steht vor einem Landstromanschluss an einem Schiff.
Auch Seeschiffe sollen an Liegeplätzen Landstrom beziehen, um ihren Motor abstellen zu können. Bild: DPA | Christian Charisius

Insgesamt gut 32 Millionen Euro kosten die zehn neuen Landstromanlagen, die in Bremen und Bremerhaven entstehen sollen. Die Kosten teilen sich Land und Bund. Bis Ende 2023 sollen diese neuen Anlagen sowohl für die Binnen- als auch Hochseeschifffahrt gebaut werden. So sollen künftig mehr Schiffe ihre Motoren ausstellen können, um die Luft nicht mit Schadstoffen zu belasten. Bisher wurden hauptsächlich Liegeplätze für Service- und Binnenschiffe ausgerüstet.

Mit den Investitionen werden auch zwei weitere Anschlüsse für die Binnenschifffahrt geschaffen, sodass dann alle relevanten Anlegestellen für Flussschiffer mit Landstrom ausgestattet sind, sagte Häfensenatorin Claudia Schilling (SPD). Die politische Zielsetzung stehe im Einklang mit dem "Green Deal" der Europäischen Union sowie des aktuellen Koalitionsvertrags und des Klimaschutzprogramms auf Bundesebene. Sie forderte zugleich aber die Reeder auf, ihre Schiffe insgesamt umweltfreundlicher zu gestalten und zu betreiben. Dazu gehörten auch neuartige Maschinen, durch die deutlich weniger oder gar keine Schadstoffe ausgestoßen werden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 16. Juni 2020, 16 Uhr