Viele Landgasthöfe im Nordwesten von Insolvenz bedroht

  • Corona-Auflagen sorgen für zu wenig Umsatzmöglichkeiten
  • Verlängerung der Einschränkungen gefährdet viele Betriebe endgültig
  • Allein im Weser-Ems-Gebiet seien 480 der 600 Betriebe bedroht
Ein geschlossener, rustikaler Gasthof von innen. Leere Stühle vor einem Tisch.
Viele Gasthöfe im Nordwesten haben schon seit März geschlossen. Bild: DPA | WRIGHT/RelaXimages

Rund 80 Prozent der Landgasthöfe sind nach Ansicht des Hotel- und Gaststättenverbandes Niedersachsen (Dehoga) von einer Insolvenz bedroht. Das berichtet NDR 1 Niedersachsen. Jeder Betrieb, der nicht vom Tourismus oder vom Essen "à la carte" leben könne, stehe vor dem Aus, sagte Dehoga-Vizepräsidentin Birgit Kolb-Binder. Viele Landgasthöfe würden nur für Feiern gebucht, wegen der Corona-Pandemie dürften jedoch höchstens 50 Personen anwesend sein.

Diese Regelung hat das Land Niedersachsen bis Ende August verlängert. Deshalb gehen jetzt laut Kolb-Binder in vielen Landgasthöfen endgültig die Lichter aus. Der Rettungsschirm der Landesregierung über 120 Millionen Euro reiche nicht aus.

Viele Betriebe sind schon seit März dicht

Allein im Weser-Ems-Gebiet seien 480 der 600 Betriebe bedroht. Viele hätten seit März gar nicht mehr geöffnet. Ältere Betreiber hätten aufgegeben und
seien vorzeitig in Rente gegangen. Andere lebten inzwischen von Hartz IV, erklärte Kolb-Binder.

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 12. Juli 2020, 18 Uhr