Rot-Grün-Rot will tausende zusätzliche Studienplätze anbieten

  • SPD, Grüne und Linke einigen sich in Bereichen Wissenschaft und Kultur
  • Zahl der Studierenden in Bremen und Bremerhaven soll auf 45.000 steigen
  • Öffentlich geförderte Kulturveranstaltungen sollten klimaneutral sein
Die Parteivorsitzenden im Gespräch mit der Presse.

Bei den Koalitionsverhandlungen über ein rot-grün-rotes Regierungsbündnis in Bremen haben sich SPD, Grüne und Linke bei den Themen Wissenschaft und Kultur bereits abschließend verständigt. Ziel sei es, die Zahl der Studierenden in Bremen auf 40.000 und die in Bremerhaven auf 5000 zu steigern. Aktuell studieren an Bremens öffentlichen Hochschulen knapp 30.000 Menschen, in Bremerhaven sind es knapp über 3000. "Wir wollen nach der nächsten Legislaturperiode 700 Wohnheimplätze mehr haben", sagte Linken-Fraktionschefin Kristina Vogt nach den Verhandlungen.

Nach Worten von Bürgermeister Carsten Sieling (SPD) soll ein sogenannter Gesundheits-Campus entstehen, der aber nicht als Ort oder Gebäude zu verstehen sei. Vielmehr gehe es um die Vernetzung medizinischer und gesundheitlicher Berufe. Sieling betonte exemplarisch den Hebammen-Studiengang und den Sportstudiengang, der wieder neu auf den Weg gebracht werden solle.

Die Parteien einigten sich auch darauf, den Klimaschutz im Kulturbereich zu verbessern. Alle öffentlich geförderten Kulturveranstaltungen sollten künftig klimaneutral sein und ohne Einweggeschirr aus Plastik auskommen. Vorstellbar seien Eintrittskarten, die mit einer Nutzung des öffentlichen Personennahverkehrs (ÖPNV) verbunden würden.

Schon vor den Verhandlungen hatten Vertreter aller drei Parteien betont, dass sie den ÖPNV in Bremen ausbauen wollen. Der Nahverkehr müsse bequemer und günstiger werden, hieß es.

Wir wollen mehr Menschen mit dem ÖPNV bewegen. Umsonst wird das nicht gehen. ÖPNV kostet Geld.

Maike Schäfer, Spitzenkandidatin der Grünen

Über die Finanzierung der jeweiligen Vorhaben will die 42 Mitglieder zählende Verhandlungsrunde zum Schluss entscheiden. "Das sehen wir am Ende. Die Preisschilder kommen dann", so Sieling. Die letzte Verhandlungsrunde ist für den 29. Juni angesetzt. Am kommenden Freitag ist die dritte Runde.

Wir sind im Flow.

Maike Schäfer, Spitzenkandidatin der Grünen

Dieses Thema im Programm: buten un binnen, 18. Juni 2019, 19:30 Uhr