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Kinderkrankengeld: Das müssen Bremer Eltern jetzt beachten

Das Kinderkrankengeld soll Eltern in der Corona-Pandemie entlasten und deshalb jetzt aufgestockt werden – doch wie können Eltern es beantragen? Die wichtigsten Antworten.

Ein Kleinkind steht auf einem Stuhl und klickt auf der Maus eines Laptops herum. Die Mama steht im Hintergrund in der Küche.
Viele Eltern haben während der Corona-Pandemie Betreuungsprobleme – deshalb soll das Kinderkrankengeld jetzt ausgeweitet werden. (Symbolbild) Bild: Imago | photothek

In Berlin hat das Bundeskabinett âm Dienstag die Regelung für zusätzliche Kinderkrankentage beschlossen. Damit sollen Eltern entlastet werden, die wegen der Corona-Situation Betreuungsprobleme haben. Bisher können Eltern zehn Tage zu Hause bleiben, wenn ein Kind krank wird. Alleinerziehende 20 Tage. Jetzt wird die Regelung ausgeweitet – vorausgesetzt der Bundestag stimmt ebenfalls zu. Das soll noch diesen Monat passieren.

Was sind die wichtigsten Änderungen zum Kinderkrankengeld?
In Zukunft sollen Alleinerziehende 40 Kinderkrankentage geltend machen können und ein gemeinsam erziehendes Paar dementsprechend je 20 Tage. Auch die Gründe dafür sollen einfacher werden. Laut dem Entwurf des Bundesgesundheitsministeriums können Eltern sich beispielsweise auch dann von der Arbeit freistellen lassen, wenn die Kita oder die Schule zu sind oder nur eingeschränkt funktionieren. Die Regelung soll auch gelten, wenn es den Eltern wie hier in Bremen freigestellt ist, ob sie ihr Kind zur Schule schicken oder eben nicht.
Für das Kinderkrankengeld sind die Krankenkassen zuständig. Wie beantragt man denn in Zukunft dieses Geld? Ist Bremen da schon aufgestellt?
Die Bremer Bildungsbehörde bereitet sich auf die Entscheidung heute in Berlin vor. Hinter den Kulissen wird nach buten-un-binnen-Informationen schon daran gearbeitet, dass den Eltern Bescheinigungen von Kitas und Schulen ausstellt werden. Denn diese verlangen die Krankenkassen, die das Kinderkrankengeld zahlen.

Die Krankenkassen bleiben allerdings nicht auf den Kosten sitzen. Der Bund zahlt zum Ausgleich zunächst Anfang April 300 Millionen Euro Bundeszuschuss zum Gesundheitsfonds. Wie hoch die Kosten am Ende tatsächlich ausfallen, hängt davon ab, wie viele Eltern Kinderkrankengeld beantragen.
Ab wann ist die neue Regelungen denn gültig?
Das Ganze soll bis Ende des Monats durch den Bundestag gegangen sein. Die Regelung gilt dann rückwirkend ab dem 5. Januar.

Schulen in Bremen bleiben geöffnet

Video vom 6. Januar 2021
Ein Schulhof mit Graffiti an den Wänden.
Bild: Radio Bremen

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Autor

  • René Möller

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Der Morgen, 13. Januar 2021, 10:15 Uhr