Bremer Handelskammer fordert Super-Ressort vom neuen Senat

  • Handelskammer bringt sich vor der Bürgerschaftswahl in Stellung
  • Präses fordert, dass das Amt für Straßen und Verkehr neu aufgestellt wird
  • Zuständigkeit für Verkehr soll zum Wirtschaftssenator wechseln
Einige PKW vor einer Baustelle
Die Verkehrsprobleme sind aus Sicht der Handelskammer eines der größten Probleme in Bremen.

Die Handelskammer Bremen hat mit Blick auf die Bürgerschaftswahl im Mai Forderungen an die zukünftige Landesregierung gestellt. Ganz oben auf der Liste: Das Amt für Straßen und Verkehr (ASV) neu aufzustellen. Kritik am ASV hatte es in der Vergangenheit schon von den Kaufleuten in der Innenstadt und aus dem Handwerk gegeben.

Als Vorbild für einen Neuanfang im ASV sieht die Handelskammer das Bremer Stadtamt: Das hatte Innensenator Ulrich Mäurer (SPD) vor zwei Jahren in seiner damaligen Form aufgelöst und anschließend komplett neu strukturiert. Das ASV mit seinen 250 Mitarbeitern muss spürbar leistungsfähiger werden, sagt Kammerpräses Janina Marahrens-Hashagen.

Kammer fordert bessere Unterrichtsqualität

Verkehrsprobleme greift die Kammer in ihrem Forderungskatalog auch an anderer Stelle auf: Sie wünscht sich eine neue Ressortverteilung vom nächsten Bremer Senat. Das Ziel: ein gemeinsames Super-Ressort für Wirtschaft, Häfen, Bau und Verkehr. Um eine konsequentere Wirtschafts- und Infrastrukturpolitik zu realisieren, will die Kammer Ressourcen stärker bündeln. Die Ressorts für Bau und Verkehr sind bisher beim Umweltsenator angesiedelt.

Handlungsbedarf macht die Kammer außerdem im Bereich Bildung aus. Sie fordert größere Anstrengungen für eine bessere Unterrichtsqualität und dafür, die Zahl der Schulabbrecher zu reduzieren. Außerdem solle das Schulfach "Wirtschaft" breiter eingeführt werden.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Rundschau am Mittag, 1. April 2019, 16 Uhr