Gorch Fock: Verteidigungsministerium räumt angeblich Fehler ein

  • Interne Prüfer bestätigen angeblich Vorwürfe des Bundesrechnungshofes
  • Entsprechender Bericht liegt der WELT vor
  • Es habe weder eine umfassende Schadenaufnahme noch Wirtschaftlichkeitsprüfung gegeben
Das Segelschulschiff Gorch Fock fährt unter wolkigem Himmel durch aufgewühltes Wasser
Die Sicherheit der Soldaten sei durch den Zustand der Gorch Fock nicht gefährdet gewesen, heißt es angeblich im Bericht des Verteidigungsministeriums. Bild: Imago | Thomas Zimmermann

In der Affäre um das Segelschulschiff Gorch Fock hat das Verteidigungsministerium nach Informationen der "Welt" eigene gravierende Fehler eingeräumt. Interne Prüfer hätten die Vorwürfe des Bundesrechnungshofes im Wesentlichen bestätigt. Die Zeitung beruft sich dabei auf eine Stellungnahme des Ministeriums, die am Donnerstag dem Bundestag übermittelt worden sei.

Der Bundesrechnungshof hatte Anfang Januar schwere Versäumnisse bei der Reparatur des Schiffes in Bremerhaven durch die Elsflether Werft festgestellt. So habe es vor der Instandsetzung weder eine umfassende Schadenaufnahme noch eine ausreichende Untersuchung der Wirtschaftlichkeit gegeben. Diesen Vorwurf bestätige der interne Prüfbericht des Ministeriums, der der WELT vorliegt. Künftig soll es solche Versäumnisse nicht mehr geben, heißt es danach im Bericht des Verteidigungsministeriums.

In einem Punkt widerspricht der Prüfbericht dem Bundesrechnungshof. So habe der Zustand der Gorch Fock keine "Gefahr für Leib und Leben der Besatzung" über Jahre hinweg dargestellt. Die Sicherheit der Soldaten sei nicht beeinträchtigt gewesen, so das Ministerium. Der Bundesrechnungshof hatte das anders gesehen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Zwei, Nachrichten, 1. März 2019, 6 Uhr