Ermittlungen wegen Korruption rund um die "Gorch Fock"-Sanierung

  • Der Zeitung "Welt am Sonntag" zufolge wird gegen Beschäftigte des Marinearsenals Wilhelmshaven ermittelt
  • Fünf Mitarbeiter sollen Zuwendungen von Elsflether Werft angenommen haben
  • Elsflether Werft steht selbst seit Monaten im Fokus der Ermittler
Das teilsanierte Marineschulschiff "Gorch Fock" liegt kurz vor der Schleppfahrt zur Lürssen-Werft am Gelände der Fassmer-Werft.
Die "Gorch Fock" kommt aus den Schlagzeilen nicht heraus. Hier liegt sie noch an der Fassmer-Werft, bevor sie zur Lürssen-Werft geschleppt wurde. Bild: DPA | Mohssen Assanimoghaddam

Die Staatsanwaltschaft Osnabrück ermittelt offenbar gegen mehrere Beschäftigte des Marinearsenals der Bundeswehr in Wilhelmshaven. Laut "Welt am Sonntag" geht es dabei um Korruptionsvorwürfe rund um die Sanierung des Segelschulschiffs "Gorch Fock". Nach Informationen der Zeitung wird gegen fünf Beschäftigte des Marinearsenals ermittelt. Verbotene Vorteilsnahme lautet demnach der Verdacht.

Zuwendungen? Teure Smartphones und Laptops

Die Beschäftigten sollen gezielte Zuwendungen wie teure Smartphones und Laptops angenommen haben – und das ausgerechnet von der Elsflether Werft, die das Segelschulschiff "Gorch Fock" sanieren sollte und die selbst seit Monaten im Fokus der Ermittler steht. Auch gegen Angehörige der Werft ermittelt die Staatsanwaltschaft weiterhin umfassend, hier vor allem in direkter Verbindung zum Sanierungsfall "Gorch Fock" und der Frage möglicher Untreue.

Eine Sprecherin des Verteidigungsministeriums wollte sich nicht zu den Verdachtsfällen beim Marinearsenal äußern. Die Dienststelle mit rund 900 Mitarbeitern in Wilhelmshaven hat die Aufgabe, die Einsatzfähigkeit der Marine sicherzustellen. Sie ist zuständig für die Reparaturen der Bundeswehrschiffe und vergibt die Aufträge dafür.

Rückblick Oktober: Darum wird die Gorch Fock nun von der Lürssen-Werft saniert

Video vom 29. Oktober 2019
Zu sehen ist die Gorch Fock vor der Halle der Fassmer Werft.
Bild: Radio Bremen

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Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 8. März 2020, 9 Uhr