Ohne Geflüchtete müssten Bremer noch länger auf Handwerker warten

  • Senat und Handwerkskammer setzen auf Integration
  • Bei Treffen im Rathaus engere Zusammenarbeit verabredet
  • Forderung: Berufsschulen besser ausstatten
Zwei Männer arbeiten handwerklich
In Bremen sollen Geflüchtete gegen den Fachkräftemangel helfen. Bild: Imago | photothek

Der Bremer Senat und die Handwerkskammer Bremen setzen bei der Verringerung des Fachkräftemangels auf Geflüchtete. Darin waren sich Landesregierung und Kammer bei einem Treffen im Rathaus einig. Gut integrierte Zugewanderte könnten auch wertvolle Fachkräfte im Handwerk sein, so Bremens Bürgermeister Andreas Bovenschulte (SPD).

Aus Sicht der Kammer ist das schon heute so. Ohne Geflüchtete müssten Kunden noch länger auf Handwerker warten als ohnehin schon. Regierung und Handwerk wollen deshalb bei der Integration noch enger zusammenarbeiten.

Wichtig sei, so die Kammer, dass die Berufe wieder attraktiver werden. Dazu brauche es gut ausgestattete Berufsschulen und einen Gesamt-Plan für die Berufsschullandschaft. Das fehle in Bremen, kritisierte die Handwerkskammer.

Dieses Thema im Programm: Bremen Vier, Nachrichten, 14. Januar 2020, 17 Uhr