Wird Falschparken bald richtig teuer?

  • Verkehrssenator für härtere Strafen, wenn Menschen gefährdet werden
  • Bundesweite Petition wird von 18.000 Menschen unterstützt
  • Auch CDU und Fahrradclub für höheres Bußgeld
Ein Knöllchen hinter einem Schweibenwischer
Wer falsch parkt, könnte in Bremen bald stärker zur Kasse gebeten werden. Bild: DPA | Bernd Wüstneck

Bremens Verkehrssenator Joachim Lohse (Grüne) ist prinzipiell dafür, Falschparker härter zu bestrafen. Aber nur, wenn diese dadurch Radfahrer oder Fußgänger gefährden. Für härtere Strafen setzt sich jetzt eine Petition auf Bundesebene ein, die schon von 18.000 Menschen unterstützt wird.

Mindestens 100 Euro Strafe für Falschparker und einen Punkt in Flensburg fordert ein Bündnis von zwölf Organisationen. Darunter sind der Allgemeine Deutsche Fahrradclub und der Verkehrsclub Deutschland. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) soll laut der Petition den Bußgeldkatalog anpassen. Bremens Verkehrssenator Lohse sagt, Falschparken werde oft als Kavaliersdelikt betrachtet. Daher sollten die Bußgelder in der Tat empfindlich steigen. Aber nur, wenn behindernd geparkt wird. Das gelte nicht, wenn jemand einfach nur zu lange zum Beispiel im eingeschränkten Halteverbot stehe.

CDU will bessere Kontrolle von Parkplätzen

Auch der Bremer CDU-Verkehrspolitiker Heiko Strohmann ist offen dafür. Eine solche Strafe müsse wehtun. Dabei sei es egal, ob Radfahrer, Krankenwagen oder Fußgänger behindert würden. Er will, dass das Parkraummanagement und die -überwachung in Bremen insgesamt verbessert werden. Der Bremer ADFC findet Falschparken einfach zu billig in Bremen. Für Verstöße zahlten Autofahrer im Durchschnitt nur 16 Euro an Bußgeld – zu wenig, findet der ADFC Bremen.

Dieses Thema im Programm: Bremen Eins, Nachrichten, 22. Mai 2019, 18 Uhr